Eigentlich war es ein One Hit Wonder. 1976 brachte der damals noch unbekannte britische Rockmusiker John Miles mit gerade mal 27 Jahren sein Album „Rebel“ mit dem Song „Music“ heraus. Das Lied wurde ein Welthit.

Der junge Sänger, Keyboarder und Gitarrist hätte sich damit zur Ruhe setzen können – aber das wollte er gar nicht – die Musik war ihm zu wichtig. So heißt es auch in seinem berühmten Song: „Music was my first love, and it will be my last“ (Musik war meine erste Liebe und es wird auch meine letzte sein).

John Miles machte als Songschreiber weiter

An den großen Erfolg seines Debütalbums konnte er mit weiteren Produktionen nicht mehr anknüpfen – und so machte er als Songschreiber und Studiomusiker weiter – unter anderem in den berühmten Londoner Abbey Road Studios. Dort arbeitete auch ein gewisser Alan Parsons als Toningenieur, der bereits an den Beatles-Alben „Abbey Road“ und „Let It Be“ mitgewirkt hatte. Parsons wurde später mit seinem Bandprojekt The Alan Parson’s Project berühmt – und John Miles lieh Alben wie „Tales of Mystery and Imagination“ seine Stimme.

John Miles begleitete Superstars wie Tina Turner, Die Rolling Stones, Elton John oder Joe Cocker auf ihren Tourneen und schrieb Songs für namhafte Künstler. 

John Miles war Dauergast bei der Musikshow „Night of The Proms“

Die belgische Konzertreihe „Night of the Proms“ gibt es seit 1985 – und seitdem war John Miles immer dabei. Kein Wunder, denn sein Lied „Music“ verkörpert die komplette Show: Eine bombastische Mischung aus Rock, Pop und Klassik. Das Lied wurde zur Hymne von „Night of the Proms“.

Am 5. Dezember ist John Miles mit 72 Jahren gestorben. Er sei nach kurzer Krankheit friedlich eingeschlafen, teilte Manager Cliff Cooper von der Orange Electronic Music Company mit. Auch das „Night of the Proms“-Team veröffentlichte die traurige Nachricht in den sozialen Netzwerken.

In einer Mitteilung seiner Familie auf der Facebook-Seite des Künstlers hieß es in Anlehnung an die erste Zeile…