In Deutschland wird ein vielversprechendes Lufttaxi (eVTOL) entwickelt – das Lilium. Nun sind neue Renderbilder zu einem chinesischen Projekt erschienen, die dem Münchner Modell sehr ähnlich sind. Das Pantuo Pantala Concept H aus Schanghai gleicht dem Lilium, doch es verspricht höhere Reisegeschwindigkeiten und nutzt eine andere Technik.

Fairerweise muss man aber sagen: Alle Quadcopter gleichen sich auch. Lilium sah vor allem darum so einzigartig aus, weil niemand ein Lufttaxi nach diesen Prinzipien bauen wollte. Beide Entwürfe gleichen sich mit ihrer markanten Form eines Mantarochens, dem großen Heckflügel und den Bänken mit den kleinen Elektrodüsen entlang der Flügel. Doch es gibt auch große Unterschiede. Für Start und Landung kippt Pantala den ganzen Flügel, der Lilium-Jet bewegt nur die Düsen. Lilium arbeitet mit 36 Minidüsentriebwerken, Pantula wird von 22 Propeller-Ventilatoren angetrieben. Die Vielzahl an Triebwerken erzeugen eine hohe Redundanz beim Antrieb und sorgen für mehr Sicherheit.

Die Ventilatoren sollen im Schwebeflug weniger Energie verbrauchen, so erreicht Pantala Concept H eine Geschwindigkeit von 300 km/h. Das ist etwas mehr als die 280 km/h von Lilium. Das Münchner Lufttaxi soll sieben Personen transportieren, das chinesische Modell nur fünf. Beide Modelle geben eine Reichweite von 250 Kilometern an. Das Pantala Concept H verwendet Lithium-Ionen-Batterien und verfügt über 22 elektrische Umlenkgebläse mit großem Durchmesser anstelle von offenen Rotoren.

Das deutsche Unternehmen will sein Taxi bis 2024 an den Start bringen, die Pantala Concept H soll etwas später, nämlich 2027, in Produktion gehen. Noch in diesem Jahr will Pantuo Aviation Flugtests mit einem kleineren Prototyp durchführen, 2022 soll der Bau eines Prototypen des großen Flugzeugs beginnen. Der Name Pantala nimmt zwei griechische Begriffe auf: „Pan“ bedeutet so viel wie „alles“, und „Talaria“ heißen die…