Gewerkschaft
IG Metall: 14.000 Beschäftigte bei Warnstreiks bei Airbus

Laut IG Metall haben sich mehr als 14.000 Beschäftigte an den Warnstreiks an sechs deutschen Standorten von Airbus beteiligt. Foto: Bodo Marks/dpa

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Eigentlich müsste Airbus jeden Tag Flugzeuge bauen. Denn bei den Auslieferungszielen hängt der Konzern kurz vor Jahresende zurück. Die neuen Warnstreiks passen in dieser Lage gar nicht ins Konzept.

An den Warnstreiks bei Airbus haben sich nach Angaben der IG Metall bis zum Freitag mehr als 14.000 Beschäftigte an sechs deutschen Standorten des Flugzeugbauers beteiligt.

In den norddeutschen Werken Bremen, Hamburg, Nordenham, Stade und Varel sowie in Augsburg in Bayern seien komplette Schichten in der Produktion ausgefallen, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. Die Arbeitsniederlegungen hatten am Donnerstag an einzelnen Standorten begonnen und sollen teils bis zum Wochenende dauern.

Streik wegen geplanter Umstrukturierung

Der Protest richtet sich gegen die im April veröffentlichten Pläne, die zivile Flugzeugfertigung neu aufzustellen. Die größte deutsche Gewerkschaft spricht von einer «sinnlosen Spaltung» und besteht auf Zusagen zur Sicherung von Standorten und Jobs bis weit ins kommende Jahrzehnt.

«Die Werke stehen still, und die Hallen sind leer. Auch viele Beschäftigte aus Konstruktion und Verwaltung beteiligen sich von zuhause aus an den Warnstreiks und verweigern die Arbeit», sagte der norddeutsche Bezirksleiter der IG Metall, Daniel Friedrich. «Mit einem fairen Zukunftspaket für alle Beschäftigten und Standorte lässt sich der Konflikt schnell lösen», fügte er hinzu.

Die hohe Beteiligung an den Warnstreiks zeige, «dass die Kolleginnen und Kollegen bereit sind, weiter für die Zukunft ihrer Arbeitsplätze und…