Nach fünf Remis
Schach-Weltmeister Carlsen gewinnt längste Partie der WM-Geschichte

Magnus Carlsen (r.) und Jan Nepomnjaschtschi während des Spiels

© Kamran Jebreili/AP / DPA

Es war die Partie mit den meisten Zügen in der WM-Geschichte. Nun hat Schach-Weltmeister Magnus Carlsen mit einem Sieg seine Chancen auf die Titelverteidigung deutlich erhöht.

Magnus Carlsen hat mit einem Sieg in der längsten Partie der WM-Geschichte seine Chancen auf die Titelverteidigung deutlich erhöht. Nach zuvor fünf Remis gewann der Schach-Weltmeister aus Norwegen am Freitagabend in Dubai gegen seinen Gegner Jan Nepomnjaschtschi. Der Russe gab sich in der sechsten Partie nach 136 Zügen geschlagen. Carlsen führt nun mit 3,5:2,5.

„Es war von beiden Seiten keine exzellent gespielte Partie“

Fünf Jahre und neun Tage hat Carlsen auf diesen Tag gewartet. So lange war es her, seit der Weltmeister eine WM-Partie mit langer Bedenkzeit gewonnen hatte. „Es war von beiden Seiten keine exzellent gespielte Partie“, sagte Nepomnjaschtschi. In der ersten Zeitnotphase war er für kurze Zeit im Vorteil, spielte aber schon da nicht immer den den von allen Kommentatoren erwarteten Zug.

Weil sich der Russe nicht passiv verteidigte, bekam Carlsen praktische Gewinnchancen. Nach dem letzten Bauernabtausch im 114. Zug war die Stellung zwar laut Computerdatenbanken theoretisch remis. Auch Carlsen hielt ein Remis für das wahrscheinlichste Resultat. Wenige Züge später sprang die Bewertung auf ein Matt in sechzig Zügen bei beiderseitig bestem Spiel.

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