Autozulieferer
Schaeffler schließt Werk in Brandenburg

Der Automobilzulieferer Schaeffler schließt sein Werk im brandenburgischen Luckenwalde. Foto: Paul Zinken/dpa

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Der fränkische Autozulieferer Schaeffler wird sein Werk in Brandenburg schließen. Ziel sei es, möglichst vielen der rund 330 Mitarbeiter Stellen an anderen Standorten anzubieten.

Der fränkische Autozulieferer Schaeffler schließt sein Werk im brandenburgischen Luckenwalde.

In 15-monatigen Verhandlungen mit einem potenziellen Investor und den Belegschaftsvertretern sei kein gangbarer Weg für eine Fortführung des Standortes gefunden worden, sagte Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld am Freitag. Der Standort Luckenwalde fertige bisher ausschließlich Teile für Verbrenner-Fahrzeuge in der Automobilindustrie. Schaeffler richtet seine Autosparte mehr und mehr auf Elektroantriebe aus. Im Werk in Luckenwalde sind nach Unternehmensangaben rund 330 Mitarbeiter beschäftigt.

Beschäftigung an anderen Standorten

Für den Standort Luckenwalde müssten nun die Gespräche über einen Interessenausgleich beginnen. «Wir werden das fair machen», sagte Rosenfeld der Deutschen Presse-Agentur. «Wir werden so vielen Beschäftigten wie möglich einen Arbeitsplatz an anderen Lokationen innerhalb des Konzerns anbieten», erklärte er.

Der Betriebsrat in Luckenwalde reagierte mit Unverständnis auf die Schließungsentscheidung. Das Werk sei profitabel. «Noch immer fragen wir uns, warum man sich nach drei Jahrzehnten von einem profitablen, kostengünstigen und innovativen Betrieb trennt», sagte Betriebsratsvorsitzender Frank Hildebrandt.

«Der Schaeffler-Vorstand sieht die Produkte in Luckenwalde für den Verbrennungsmotor langfristig als Auslaufmodell», sagte der stellvertretende Vorsitzende des…