Als Sylvester Stallone in den frühen 1970er-Jahren die Idee zu einem Protagonisten kam, der sich von nichts und niemandem unterkriegen lässt, hielt er diese Figur zunächst auf der Leinwand fest. Weil dieser Held ein durch die Härten des Lebens gestählter Mann war, verzichtete Stallone auf einen Pinsel und ritzte sein Bild mit einem Schraubenzieher in den Stoff. Das war die Geburtsstunde von „Rocky“.

In dreieinhalb Tagen schrieb Stallone ein 90-seitiges Drehbuch über den armen italienisch-amerikanischen Boxer Rocky Balboa, der die Chance erhält, Weltmeister im Schwergewicht zu werden – auf der Kinoleinwand.

Vorlage zum Welterfolg: Vor dem Drehbuch zu „Rocky“ schuf Stallone ein Bildnis auf Leinwand

Der mit kleinem Budget umgesetzte Film erschien 1976 und katapultierte Stallone in der Rolle des Rocky direkt in den Olymp der Hollywood-Stars. Es folgten eine Reihe von Fortsetzungen – zuletzt 2018 „Creed II – Rocky’s Legacy“ mit Michael B. Jordan in der Hauptrolle.

Auf den Erfolg von „Rocky“ folgte bald ein weiterer Film über einen Mann, den das Leben hart gemacht hat: „Rambo“ kam 1982 in die Kinos. Erzählt wird die Geschichte eines Vietnamkriegsveteranen, der aufgrund seiner posttraumatischen Belastungsstörung nicht ins normale Leben zurückfindet. Und natürlich gab es auch für John Rambo viele Fortsetzungen auf der Kinoleinwand.

Stallones Ruf als Hollywood-Actionstar war besiegelt – und überschattete schnell die ursprüngliche Leidenschaft des Schauspielers: die Malerei.

„Ich bin ein viel besserer Maler“

Schon in jungen Jahren hatte der New Yorker seine Liebe zur Malerei entdeckt, seine frühen experimentellen Arbeiten signierte er als „Mike Stallone“. Die Malerei blieb auch neben der Hollywood-Karriere ein fester Bestandteil von Stallones kreativem Schaffen.

„Ich glaube, ich bin ein viel besserer Maler als Schauspieler“, sagte er im vergangenen August dem Online-Portal Outsider.com. Malen sei persönlicher und er könne sich treiben lassen. „In der…