Chile
Robinson Crusoe im Homeoffice: Wie mobiles Arbeiten eine einsame Insel retten soll

Die Insel Robinson Crusoe gehört zu den abgelegensten Orten der Welt

© Bildagentur-online/Protze-McPhoto/ / Picture Alliance

von Malte Mansholt
02.12.2021, 16:38 Uhr

Auf einer abgelegenen Pazifikinsel soll das mobile Arbeiten einen völlig neuen Ansatz geben, die dortige Umwelt zu retten. Hier lebte nämlich nicht nur das Vorbild für die berühmte Romanfigur Robinson Crusoe – sondern bald auch Remote-Arbeiter aus der ganzen Welt.

Leben und arbeiten, wo man will – das ist der wohl größte Vorteil des Homeoffice. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen beim Jobwechsel nicht mehr unbedingt an den neuen Standort umziehen oder gleich überlegen, ob nicht das Landleben eine Alternative zur teuren Stadt ist. Für flexible Arbeiter aus der ganzen Welt bietet sich nun eine noch viel weiter gehende Idee: Sie können für eine Weile auf einer der abgelegensten Inseln der Welt weiterarbeiten. Und nebenbei die dortige Flora und Fauna schützen.

Die Idee klingt gleichzeitig einleuchtend und überraschend: Wenn man an jedem Ort der Welt arbeiten kann, ist das auch dort möglich, wo Freiwillige gebraucht werden, um die Natur zu schützen und die lokale Bevölkerung zu unterstützen. Genau das soll das Projekt „Work for Humankind“ bewirken. Es wirbt um zehn Freiwillige, die ihren normalen Job in die Natur verlagern, um dann in ihrer Freizeit Unterstützung für Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsprojekte vor Ort bieten zu können.

Auf Arbeitsreise ins Paradies

Konkret geht es um die Insel Robinson Crusoe, die als Teil der Juan-Fernández-Inseln etwa 150 Kilometer vor der Küste von Chile im Pazifik liegt. Die winzigen Inseln zählen zu den abgelegensten Orten der Welt und bieten einem einmaligen Ökosystem aus Pflanzen und Tieren sowie einer kleinen lokalen…