Jugendschutz
Keine Influencer-Werbung für Solarien und Schönheits-OPs: Dänemark verschärft Gesetz zum Schutz von Minderjährigen

Influencer dürfen in Dänemark in Zukunft bestimmte Produkte und Dienstleistungen nicht mehr bei Kindern und Jugendlichen bewerben

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In sozialen Medien darf in Dänemark künftig keine Werbung mehr für Solarien, Diätprodukte oder Energydrinks an Minderjährige gerichtet werden. Das Parlament verabschiedete eine Verschärfung des Werbegesetzes. Das trifft vor allem Influencer.

Tätowierungen, kosmetische Eingriffe, Haarentfernung, Zahnbleichen, Energydrinks, Diätprodukte, Solarien und „Sugar-Dating“: Für all das darf man in Dänemark in Zukunft in sozialen Medien keine Werbung mehr machen – wenn sie sich an Kinder und Jugendliche richtet. Einer Verschärfung des Werbungsgesetzes stimmte bereits vergangene Woche eine Mehrheit im dänischen Parlament zu.

Viele Minderjährige nutzen Plattformen wie Facebook oder Instagram, wo auch Werbung geschaltet wird. Allerdings hätten Analysen gezeigt, dass es Kindern und Jugendlichen deutlich schwerer fällt als Erwachsenen, zu erkennen, was Werbung ist und was nicht, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums für Handel und Industrie. Die Regeln und Gesetze seien lange nicht angepasst worden.

Minister: Gesetz dient Schutz von Kindern und Jugendlichen

Die Gesetzesänderungen sehen vor, dass es ab kommendem Jahr verboten ist, „Produkte zu erwähnen, darauf hinzuweisen oder Bilder zu zeigen, die als ungeeignet für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gelten. Dies gilt zum Beispiel für Kosmetikbehandlungen, Solarien, Schlankheitsmittel und Tattoos oder Produkte sexueller Natur gegen Gebühr – auch Sugar-Dating genannt“, heißt es vom Ministerium. Das betrifft besonders Influencer:innen.

Als Sugar-Dating bezeichnet man…