Wettbewerb
Britische Kartellwächter: Facebook soll Giphy verkaufen

Britische Wettbewerbshüter wollen den Facebook-Konzern Meta zwingen, die im vergangenen Jahr übernommene Clip-Plattform Giphy wieder zu verkaufen. Foto: Rafael Henrique/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

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Die Clip-Plattform Giphy stand bis zu ihrer Übernahmen durch Meta in Konkurrenz zu dem Facebook-Konzern in Sachen Werbekunden. Regulierer in Großbritannien fordern nun die Rückabwicklung des Deals.

Britische Wettbewerbshüter wollen den Facebook-Konzern Meta zwingen, die im vergangenen Jahr übernommene Clip-Plattform Giphy wieder zu verkaufen.

Der Zusammenschluss schwäche den Wettbewerb zwischen Online-Diensten in Großbritannien, stellte die Kartellbehörde CMA in ihrer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung fest. Der Facebook-Konzern könne damit seine führende Marktposition stärken und Konkurrenten unter Druck setzen, argumentierte sie. Der Verkauf sei der einzige Weg, die Bedenken auszuräumen.

Unter anderem sieht die Behörde die Gefahr, dass Meta es für Rivalen von Facebook und Instagram schwieriger machen könnte, die animierten Bilder von Giphy einzubinden. So könne der Konzern verlangen, dass Giphy-Kunden wie Tiktok, Twitter oder Snapchat für den Zugang zu den Gifs mehr Kundendaten mit ihm teilen. Giphy sei bis zur Übernahme auch ein Wettbewerber für den Facebook-Konzern im Online-Werbemarkt gewesen, betonte die CMA (Competition and Markets Authority).

Meta erwäge, Widerspruch gegen die Anordnung einzulegen, sagte ein Sprecher des Facebook-Konzerns in einer ersten Reaktion. Die Nutzer und Giphy profitierten vom Zugang des Clip-Dienstes zur Infrastruktur von Meta, und der Zusammenschluss biete «mehr Auswahl für jeden».

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