Mobilität
Ampel-Fahrplan für die Bahn – Was Fahrgäste erwarten können

Zug fahren statt ins Auto oder Flugzeug zu steigen – das kann helfen, das Klima zu schonen. Die künftige Regierung formuliert dazu große Ziele. Das allein ändert aber nicht viel. Foto: Carsten Koall/dpa

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Zug fahren statt ins Auto oder Flugzeug zu steigen – das kann helfen, das Klima zu schonen. Die künftige Regierung formuliert dazu große Ziele. Das allein ändert aber nicht viel.

Günstige Fahrkarten, mehr Verbindungen, weniger Verspätungen – davon träumen Fahrgäste schon lange. Nun könnte Volker Wissing (FDP) die Weichen dazu stellen.

Der wahrscheinliche neue Bundesverkehrsminister hätte jedenfalls Möglichkeiten dazu: SPD, Grüne und FDP haben im Koalitionsvertrag einiges vorgesehen, das den Schienenverkehr stärken könnte. Jedoch: Vieles ist vage formuliert. Und selbst wenn die neue Regierung volle Kraft gäbe – es würde aus Expertensicht Jahre dauern, bis Fahrgäste große Verbesserungen spüren.

Dabei sind die Versprechen groß: Im «Deutschland-Takt» sollen Fernzüge 2030 die größten Städte im Halbstundentakt verbinden. Das Angebot soll sich verdoppeln, Fernzüge sollen in mehr Oberzentren halten, Strecken reaktiviert, elektrifiziert und das Netz erweitert werden. Zugverbindungen ins Ausland will das Regierungsbündnis «stärken», für mehr Nachtzüge sorgen und 25 Prozent der Güter statt wie bisher 18 Prozent auf die Schiene bringen. Allerdings: Vieles davon ist längst Konzern- oder auch Regierungsziel.

Reihe von Ansatzpunkten

«Der Vertrag ist mit einer gewissen Grundsympathie für die Schiene geschrieben», erkennt Christian Böttger an, der Eisenbahn-Experte der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft. «Es gibt eine Reihe von Ansatzpunkten, und jetzt hängt es davon ab, ob sie auch genutzt werden.» Für…