Konjunktur
Volkswirte prophezeien Wirtschaft einen harten Winter

Dem Weihnachtsgeschäft in den Innenstädten droht auch in diesem Jahr eine schwere Corona-Delle. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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Lieferengpässe in der Industrie, pandemiebedingte Flaute beim privaten Konsum: Die Probleme haben die die deutsche Wirtschaft in die Zange genommen. Es droht zudem ein Nullwachstum zum Jahresende.

Der deutschen Wirtschaft steht nach Einschätzung von Volkswirten führender Finanz- und Wirtschaftsinstitute ein harter Winter bevor.

«Nach dem sommerlichen Konjunkturboom dürfte es zum Jahreswechsel allenfalls noch für ein Mini-Wachstum reichen», sagte Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Marc Schattenberg von der Deutschen Bank erwartet sogar ein Null-Wachstum über die kommenden Monate. «Ich rechne mit einer Stagnation des Wirtschaftswachstums im Winterhalbjahr», sagte er.

Schlusslicht im EU-Vergleich

In der Eurozone steht Deutschland mittlerweile als Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum da. Utermöhl prognostiziert für das laufende Jahr für die Bundesrepublik nur noch 2,7 Prozent. In der Eurozone wird das Wachstum auf rund fünf Prozent geschätzt.

Hintergrund ist die vor allem wegen der ausufernden Corona-Infektionslage eingebrochene Konsumlaune der Verbraucher. Die strukturellen Probleme der Industrie seien lange Zeit durch einen Boom beim privaten Konsum – unter anderem wegen Aufholeffekten nach den Lockdowns – kompensiert worden. «Wir erleben, dass auch im Dienstleistungsbereich sich der Konsum wieder eintrübt», sagte Veronika Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat der «Wirtschaftweisen» der Bundesregierung.

Prognosen nach unten revidiert

Sie schränkte jedoch ein: «Die…