Engere Beziehungen
«Sind uns näher» – Macron und Draghi unterzeichnen Vertrag

Die italienische Kunstflugstaffel «Frecce Tricolori» (links) und die Kunstflugstaffel der «Patrouille de France» hinterlassen am Himmel Kondensstreifen in den Farben der italienischen und französischen Nationalflagge. Foto: Domenico Stinellis/AP Pool/dpa

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Italiens Regierungschef Mario Draghi spricht von einem «historischen Moment». Mit einem bilateralen Vertrag bauen Frankreich und Italien ihre Beziehungen aus. Muss sich Deutschland Sorgen machen?

Italien und Frankreich wollen zukünftig ihre Beziehungen weiter verstärken und haben dazu einen Freundschaftspakt geschlossen. Der französische Präsident Emmanuel Macron und Italiens Ministerpräsident Mario Draghi unterzeichneten am Freitag in Rom den umfangreichen bilateralen Vertrag.

Dieser markiere einen «historischen Moment» in der Geschichte der Beziehungen beider Länder, sagte Draghi im Anschluss. Frankreich und Italien festigten ihre diplomatischen, kommerziellen, politischen und kulturellen Beziehungen weiter. «Seit heute sind wir uns näher.»

Der Vertrag wird als Quirinalsvertrag bezeichnet – nach dem Palast des italienischen Staatspräsidenten (Quirinale), wo Macron und Draghi zusammenkamen. Die Namensgebung erinnert an den deutsch-französischen Élysée-Vertrag von 1963, der nach dem Amtssitz des französischen Präsidenten benannt ist und den Grundstein für die enge Partnerschaft der beiden einstigen «Erbfeinde» bildete.

Der Quirinalsvertrag soll nun die Zusammenarbeit der zweitgrößten (Frankreich) und drittgrößten (Italien) Volkswirtschaft der EU stärken. Auf 15 Seiten haben die Diplomaten die Absprachen in zwölf Artikeln festgehalten. Dazu zählen die Stärkung der Europäischen Union, außenpolitische Vorhaben, Wirtschaft, Umwelt, Sicherheit und Verteidigung, Kultur und…