Bundesliga: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg stellt Forderung an Klubs

Martina Voss-Tecklenburg würde sich mehr weibliches Personal in den Trainerstäben der Bundesliga wünschen. Ein Klub könnte Vorreiter werden.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat von den Vereinen der Bundesliga mehr Offenheit für weibliche Trainerinnen gefordert.

„Wir müssen Positionen schaffen. Ich würde mir wünschen, dass es in den Vereinen mehr Profile gibt. Jeder Verein müsste das im Kopf haben und den Mehrwert endlich erkennen“, sagte sie im kicker-Podcast „FE:male view on football. „Die Bundesliga ist nicht bereit dafür“, sagte Voss-Tecklenburg, klammert die Profis aber aus: „Die Fußballer sind dafür bereit, denen ist das egal.“

Dabei sieht sie ein klares Problem bei den Klubs. „Man geht aktiv auf Trainer zu, man geht nicht aktiv auf Trainerinnen zu“, beklagte die Bundestrainerin und verwies darauf, dass es in der ersten und zweiten Liga keine einzige Trainerin gebe. Imke Wübbenhorst (aktuell Co-Trainerin bei Drittligist Viktoria Köln) ist dabei die einzige Ausnahme. Selbst in der Frauen-Bundesliga gibt es aktuell mit Anne Pochert bei Carl Zeiss Jena nur eine einzige Cheftrainerin.

Diese fehlenden Aushängeschilder schätzt Voss-Tecklenburg als problematisch ein. „Frauen brauchen Vorbilder“, stellt sie im Gespräch mit den beiden Moderatorinnen Valeska Homburg und Anna-Sara Lange klar. „Es gibt Frauen, die sich fragen: ‚Wo ist denn meine Perspektive? Wenn ich keine realistische Chance habe, warum sollte ich es dann machen?'“

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Dabei könnte ihrer Meinung nach auch der Männerfußball von einer höheren Frauenquote profitieren. „Wir Frauen haben uns lange und zu Recht die Frage gestellt, wie wir vom Männerfußball profitieren können“, sagte…