Stephen Sondheim war einer der bedeutendsten Texter und Komponisten der Musiktheaterbranche. Frank Sinatra und Judy Collins sangen Versionen seines Hit-Songs „Send in the Clowns“. Der frühere US-Präsident Barack Obama sagte einst über ihn, er habe „das amerikanische Musical neu erfunden“ und ehrte den Ausnahmekünstler mit der Freiheitsmedaille. Der Komponist Stephen Sondheim war eine Größe auf dem Broadway und weit darüber hinaus. Er war dafür bekannt, dass er dem amerikanischen Musiktheater geholfen hat, sich über die reine Unterhaltung hinaus weiterzuentwickeln und mit Werken wie „West Side Story“, „Into the Woods“ und „Sweeney Todd“ neue künstlerische Höhen zu erreichen.

Große Ehrung: 2015 erhielt Stephen Sondheim die Freiheitsmedaille

Die Anfänge

Stephen Joshua Sondheim wurde am 22. März 1930 in New York City geboren. Er wuchs als Einzelkind in Manhattan und, nach der Scheidung seiner Eltern, bei seiner Mutter auf einer Farm in Pennsylvania auf. Obwohl seine Eltern beide in der Modebranche tätig waren, kam Sondheim früh mit der Musik und dem Theater in Berührung.

Im Alter von sieben Jahren begann er Klavier zu spielen und war mit dem US-amerikanischen Musical-Produzenten Oscar Hammerstein II befreundet. Sondheims erster professioneller Job als Autor war die Fernsehkomödie „Topper“ in den 1950er Jahren. Danach folgte ein Erfolg nach dem anderen. Im Verlauf seiner mehrere Jahrzehnte umfassenden Karriere in Theater, Film und Fernsehen gewann Sondheim unter anderem einen Oscar, einen Pulitzer-Preis, acht Grammys und acht Tony Awards. Seine Lieder wurden für ihren scharfen Witz und ihren Einblick in das moderne Leben gefeiert und dafür, dass sie komplexen Charakteren eine Stimme gaben.

Seine Welterfolge

Nachdem Sondheim sich als Koautor des Fernsehfilms „Topper“ (1953) betätigt hatte, gelang ihm 1957 als Verfasser der Gesangstexte zu Leonard Bernsteins Musical „West Side Story“ – mit unvergänglichen Songs wie „Maria“, „Tonight“, „Somewhere“ und „One…