Bayern-Mitglied Michael Ott kritisiert FCB-Führung nach Jahreshauptversammlung: „Ein Offenbarungseid“

Ott war mit dem Antrag auf eine Beendigung des Sponsoringvertrags des FC Bayern mit Qatar Airways gescheitert. Nun zeigt er sich tief enttäuscht.

Bayern Münchens Vereinsmitglied und Katar-Kritiker Michael Ott hat den Umgang der FCB-Verantowrtlichen mit dem von ihm initiierten Antrag auf schnelle Beendigung der Partnerschaft mit Qatar Airways auf der Jahreshauptversammlung scharf kritisiert.

„Für mich war die Versammlung ein Muster-Beispiel, um zu zeigen, wie sich der Fußball weiter von seinen Fans entfremden kann. Die Beziehung zwischen dem FC Bayern und vielen seiner Fans bröckelt immer weiter“, sagte Ott im Gespräch mit Sport1. „Das Auftreten der Bosse war ein ziemlicher Offenbarungseid.“

Ott hatte mit einigen anderen Mitgliedern einen Antrag auf den Weg gebracht, um den in Fan-Kreisen äußerst kritisch beäugten Sponsoringvertrag mit Qatar Airways schnellstmöglich zu beenden. Dieser wurde jedoch kurz vor der JHV von der 13. Zivilkammer des Landgerichts München I angelehnt, ehe auch die FCB-Bosse einen Spontanabtrag auf der JHV selbst ablehnten.

„Selbst wenn man meinen Antrag nicht zur Abstimmung zulässt, was ich auch schon fragwürdig gefunden habe, dann hätte man doch mindestens einen souveräneren Umgang damit finden können“, führte er aus: „Man hätte mich meinen Antrag einfach so vorstellen und ein Stimmungsbild machen oder mir am Ende wenigstens meinen Wortbeitrag von drei Minuten lassen können.“

Am Ende der Veranstaltung hatten die FCB-Bosse nur fünf Redebeiträge zugelassen, Ott wurde einfach von der Liste gestrichen, „obwohl ich mich schon lange vor Versammlungsbeginn darauf habe eintragen lassen“, stellte er klar.

FC Bayern – Ott: „Ein Unding“

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