Wegen Corona
CDU-Chef wird erneut bei Online-Parteitag gewählt

Die Wahl des neuen CDU-Chefs soll am 22. Januar über die Bühne gehen. Foto: Jens Kalaene/dpa

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Nach ihrem Wahldesaster wollte die CDU im Januar nicht nur einen neuen Vorsitzenden wählen. Auch die nötige inhaltliche Neuaufstellung sollte bei einem Parteitag in Hannover angegangen werden.

Die CDU muss ihren neuen Vorsitzenden wegen der dramatischen Corona-Lage im Januar erneut bei einem Online-Parteitag wählen.

Der Bundesvorstand der Partei entschied nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer digitalen Sitzung mit 19 zu 13 Stimmen, das am 21./22. Januar in Hannover in Präsenz geplante Treffen der 1001 Delegierten abzusagen. Stattdessen soll es einen digitalen Parteitag geben. Noch unklar war, ob der neue Vorsitzende dabei am 21. oder am 22. Januar gewählt wird. Dies müsse noch geklärt werden, hieß es weiter. Ein Präsenz-Parteitag soll demnach im Frühling nachgeholt werden.

Auch der scheidende Parteichef Armin Laschet war im vergangenen Januar bei einem digitalen Parteitag gewählt worden. Da es in diesem Dezember erstmals in der CDU-Geschichte eine Befragung der rund 400.000 Parteimitglieder zum Vorsitz mit bindendem Charakter geben wird, dürfte es auf dem digitalen Treffen im kommenden Januar anders als damals nur noch darum gehen, deren Ergebnis abzusegnen. Online dürfte allerdings die neben der Neuwahl der Parteispitze eigentlich auch geplante inhaltliche Neuaufstellung der CDU schwieriger werden. So können laut Parteienrecht nach Angaben aus Parteikreisen digital keine Satzungsänderungen verabschiedet werden.

Für die Nachfolge des als Kanzlerkandidat gescheiterten CDU-Chefs Laschet bewerben sich der frühere Unionsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz, der Außenpolitiker Norbert Röttgen sowie der geschäftsführende…