Ampel-Pläne
Sprudelnde Einnahmequelle oder Gesundheitsgefahr? Hoffen auf das große Geschäft mit Cannabis

Cannabisplanzen stehen im Blühraum einer Produktionsanlage für medizinisches Cannabis. Firmen machen sich wegen der Ampel-Pläne große Hoffnungen auf ein gutes Geschäft mit Cannabis.

© Christian Charisius / DPA

Die Ampel-Parteien wollen Cannabis für den Genuss legalisieren. Bald könnte Hanf in lizenzierten Geschäften frei verkauft werden. Während die Branche auf satte Gewinne hofft, warnen Kritiker vor Gesundheitsgefahren und falschen Hoffnungen.

Vor Jahren ging es um die Freigabe von Cannabis für medizinische Zwecke, nun um die geplante Legalisierung für den Genuss: Mit den Plänen von SPD, Grünen und FDP steht Deutschland nicht nur vor einem historischen Schritt in der Drogenpolitik. Die Liberalisierung dürfte auch einen legalen Massenmarkt für die Droge öffnen, für den sich Hersteller schon jetzt warmlaufen. Die Branche wittert das große Geschäft und wirbt mit potenziellen Einnahmen in Milliardenhöhe für den Staat im Zuge der Legalisierung. Die Polizeigewerkschaft dagegen warnt, der illegale Handel könne dann erst recht aufblühen.

Seit 2017, als Cannabis für medizinische Zwecke wie Schmerzlinderung bei Schwerkranken erlaubt wurde, hat der Stoff in Deutschland einen Boom erlebt. Start-ups haben immer mehr legale Lifestyle-Produkte wie Hanfaufstriche, Hanfsamenöle, Hanftees herausgebracht, Influencer werben für CBD-Öle. Doch handelte es sich 2017 um wenige Tonnen medizinisches Cannabis für schwerkranke Patienten, geht es nun um viel größere Mengen: Branchenkenner schätzen den Markt für illegal verkauftes Cannabis in Deutschland auf Hunderte Tonnen pro Jahr.

Firmen machen sich große Hoffnung auf gute Geschäfte

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