Wenn Sie sich ein neues Auto kaufen  – haben Sie dann Ihre Kinder bei der Auswahl miteinbezogen? Und mit ihnen über Händler und Preise gesprochen? Wahrscheinlich nicht. Denn Kinder würden sich wohl eher für einen schicken Sportwagen statt für den praktischen Multi-Van entscheiden. Die Wahl des richtigen Autos ist vielleicht für Kinder nicht spannend. Aber bei der Urlaubsplanung kann der Nachwuchs mitmischen, findet Thomas Henske, ein Finanzplaner aus New York. „Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, ob man fahren oder fliegen will, darüber, was ein Flug kostet. Und wie teuer das Essen im Urlaub wird“, sagt er zu „CNBC“. Solche Gespräche könnten einige Tage dauern, aber Kinder würden so eigene Ideen entwickeln. Und begreifen: Was kostet wie viel – und was können wir uns leisten?

Eltern müssen über Geld mit Kindern sprechen

Henske kritisiert, dass Eltern zu zögerlich mit Kindern über Geld sprechen. Dabei würden Kinder sehr wohl Fragen stellen, wie die Killerfrage: „Sind wir reich?“ Der Experte empfiehlt, mit einer Gegenfrage zu antworten: „Was meinst du mir reich?“ Denn gerade Kinder würden Wohlstand ganz anders interpretieren. Er selbst wurden beim Abendessen von seinen Kinder gefragt, was er denn verdiene – und nutzte den Moment, um mit ihnen über Geld zu sprechen. Eine konkrete Anwort gab er ihnen übrigens nicht, sondern fragte erst mal seine Kinder aus. 

Der Autor des Buches „Mind Over Money“ und Mitbegründer des Financial Psychology Institute, Brad Klontz, rät sich mit der Finanzgeschichte der eigenen Familie zu beschäftigen – denn auch als Erwachsene würden wir das leben, was wir früh gelernt haben. So habe die Finanzkrise eine Generation von zögerlichen Sparern geschaffen, die dem Bankensystem misstrauen. Und das würde weitergegeben.

Die Experten haben für „CNBC“ einen Leitfaden entwickelt, der bei der Kinderziehung in Sachen Geld und Finanzen helfen soll.