Mögliche Krebs-Vorstufe
Eingriff bei Joe Biden – Ärzte entfernen Polyp aus Dickdarm des Präsidenten

Joe Biden hat das gemacht, was vor allem ältere Menschen regelmäßig tun sollten: Er war zur Darmkrebsvorsorge.

© Chris Kleponis – CNP /MediaPunch / Picture Alliance

Dem US-Präsidenten ist ein Polyp aus dem Dickdarm entfernt worden. Das Gewebe erscheine gutartig, schreibt sein Arzt. Unbehandelt gelten solche Polypen allerdings als Vorstufe einer Krebserkrankung.

Wie wichtig Darmkrebsvorsorge ist, hat jetzt auch Joe Biden am eigenen Leib erfahren. Nach Angaben seines Arztes wurde dem US-Präsidenten ein „gutartig erscheinender“ Polyp aus dem Dickdarm entfernt.

Das röhrenförmige Adenom sei rund drei Millimeter groß gewesen, schrieb Arzt Kevin O’Connor in einem Memorandum, das das Weiße Haus in Washington am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichte. Ein Adenom sei eine langsam wachsende Geschwulst, die als mögliche Vorstufe einer Krebserkrankung gelte. Derzeit seien keine weiteren Maßnahmen nötig.

Das Gewebe solle nach der Entfernung am vergangenen Freitag nun untersucht werden, hieß es in dem auf Dienstag datierten Schreiben weiter. O’Connor empfahl eine routinemäßige Beobachtung und eine erneute Darmspiegelung in sieben bis zehn Jahren. Biden hatte sich einen Tag vor seinem 79. Geburtstag im Militärkrankenhaus Walter Reed bei Washington unter Vollnarkose einer Darmspiegelung unterzogen.

Joe Biden gab Amtsgeschäfte kurz an Kamala Harris ab

Für die Dauer der Prozedur gab der Präsident seine Amtsgeschäfte kurzzeitig an seine Vize Kamala Harris ab. Damit stand erstmals in der Geschichte der Vereinigten Staaten eine Frau an der Staatsspitze, für rund anderthalb Stunden. Für US-Präsidenten ist es Routine, sich mindestens einmal im Jahr im Krankenhaus Walter Reed untersuchen zu lassen.