Im Internet gibt es zahlreiche Programme, die man anwenden kann, um sogenannte „Wortwolken“ zu erstellen, darunter Websites wie „tagcrowd.com“ oder „wordcloud.com“. Mit ihrer Hilfe lässt sich auf einen Blick erkennen, welche die am häufigsten vorkommenden Begriffe in einem Text sind. Stellt man dort den Koalitionsvertrag von Sozialdemokraten (SPD), Liberalen (FDP) und Grünen ein, erscheinen die Wörter „wollen“, „stärken“, „unterstützen“ und „Deutschland“ in quietschbunten Schreibschriftlettern als deutliche Spitzenreiter. 

Doch wie oft kommen sie wirklich vor? Und in was für einem Verhältnis stehen sie zahlenmäßig zueinander? Um das Gewicht dieser Begriffe miteinander vergleichen zu können, haben wir eine Auswahl an Wörtern aus dem Koalitionsvertrag zusätzlich durch die gute alte Dokumenten-Wortsuche gejagt – mit interessanten Ergebnissen und ohne Gewähr.

Spitzenreiter: das Wort „wollen“

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Wenn dieses Sprichwort stimmen soll, dann können sich die Bundesbürger freuen, denn mit 494 Mal liegt das Verb „wollen“ ganz weit vorne im Vertragswerk der Ampelkoalition. Und obwohl die Vertragspartner mit wärmenden Begriffen wie „stärken“ (237 Treffer) und „unterstützen“ (166) ihren Willen zum Regieren dieses Landes („Deutschland“ kommt 144 Mal vor) deutlich unterstreichen, erscheint der von vielen Wählern ersehnte „Wandel“ indes nur 19 Mal, davon einige Male in Kombinationen wie „Klimawandel“ und „Strukturwandel“. 

Teamwork der Ampel-Parteien: der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP

Immerhin beides Problemfelder, mit denen sich die neue Regierung dringend beschäftigen muss – und dafür jede Menge „Wandel“ benötigt. Oder ist es „Veränderung“? Wohl eher nicht, denn diese erscheint nur schnöde vier Mal in dem 178 Seiten starken Werk. Der radikale Kurswechsel, für den vor allem die Grünen ins Rennen gegangen sind, ist im Koalitionsvertrag also noch nicht deutlich zu erkennen – zumindest nicht buchstäblich.

Buzzword…