Neue Bundesregierung
Skeptisch bis verhalten optimistisch: So reagieren Umweltschützer auf die Klimapläne der Ampel

Ampel-Koalitionäre Scholz, Habeck und Lindner (v.r. n.l.)

© Kay Nietfeld / DPA

Fridays for Future ist enttäuscht, Germanwatch spricht dagegen von einem „Aufbruch für ambitionierten Klimaschutz“. Die Vorhaben der neuen Bundesregierung für den Klimaschutz stoßen bei den Umweltverbänden auf ein geteiltes Echo.     

Umweltschutzorganisationen kritisieren die Umweltschutz- und Klimapläne der Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP. „Der aktuelle Koalitionsvertrag allein reicht für die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze nicht aus“, erklärte Fridays for Future. Auch Greenpeace zeigte sich unzufrieden, zugleich gab es jedoch auch positive Reaktionen von verschiedenen Umweltorganisationen.

„Mit ihren vorgelegten Maßnahmen entscheiden sich die drei Parteien bewusst für eine weitere Eskalation der Klimakrise“, heißt es bei der hauptsächlich von jungen Menschen getragenen Bewegung Fridays for Future weiter. Dass die Koalition den CO2-Preis nicht erhöhen wolle, bezeichneten die Aktivisten als „Skandal“.

„Transformation der Gesellschaft“ sei nötig

Ebenso kritisierte Organisation, dass die Ampel-Parteien die Erdgasinfrastruktur ausbauen wollten. Klimaneutralität bis 2035 sei auf diesem Wege nicht zu erreichen, um die Krise tatsächlich zu lösen, sei eine „Transformation der Gesellschaft“ notwendig.

Die Umweltorganisation Greenpeace erklärte, die neue Koalition lasse einen ökologischen Aufbruch nur erahnen. Sie liefere nicht die erforderliche Ausrüstung, um diesen zu meistern, erklärte Vorstand Martin Kaiser. Für die Verkehrswende sei der Vertrag eine Enttäuschung. „Der Verkehr wird absehbar der Problemfall der Ampel beim Klimaschutz“, führte Kaiser weiter aus.