Ende der Billig-Kredite
Immobilienkredite werden teuer – und das könnte gefährlich werden

Immobilienkredite werden schleichend teurer. Das könnte so manche Finanzierung gefährden.

© Nestor Bachmann/ / Picture Alliance

Die Immobilienpreise steigen seit Jahren, das Geld für den Kauf hingegen bekam man zu historisch niedrigen Zinsen. Doch diese Zeiten scheinen vorbei. Wer sich Geld bei der Bank leiht, muss tiefer in die Tasche greifen.

Die Immobilienpreise kennen kein Limit, so scheint es. Selbst abseits der Ballungszentren klettern die Preise für ein Eigenheim. Nur in sehr wenigen Regionen Deutschlands stagnieren die Preise. „Seit 2010 steigen die Preise für Wohneigentum kontinuierlich. Der Aufwärtstrend setzt sich seit der Corona-Pandemie weiter fort – trotz des Rückgangs bei der Wirtschaftsleistung“, heißt es dazu bei „Wüstenrot“. „Der Immobilienmarkt zeigt sich somit von den Auswirkungen der Pandemie unbeeindruckt.“

Befeuert wird dieser Trend vor allem durch besonders billiges Geld. Die Kredite für Immobilien konnten sich Haus- oder Wohnungskäufer zu Schnäppchen-Tarifen sichern. Zumindest bislang. Denn Zinsen für Immobiliendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung sind laut dem Finanzierungsvermittler Interhyp im November auf 1,05 Prozent im Durchschnitt gestiegen, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Das mag auf den ersten Blick immer noch sehr günstig erscheinen – und im Vergleich mit Zinsen vor zehn Jahren, als rund vier Prozent fällig wurden, sind sie das auch. Aber: Seit Jahresbeginn haben die Zinsen für Immobilienkredite ordentlich zugelegt. 

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29.09.2020

So berichtet die „Wiwo“, dass noch zu Beginn des Jahres der Zinssatz bei zehnjähriger Laufzeit im Schnitt noch bei 0,75 Prozent gelegen habe. Damit haben die Zinsen um…