Ausfallen sollte der zweitgrößte Rosenmontagszug im Rheinland nicht noch einmal. Nachdem die Düsseldorfer Karnevalisten ihre vergangene Session angesichts der Corona-Pandemie fast vollständig absagen mussten, hatten sie dieses Mal fest mit einem normal-närrischen Ablauf der „fünften Jahreszeit“ gerechnet. Doch die besorgniserregende Entwicklung der Pandemie in Deutschland macht viele Planungen zunichte.

Die Jecken in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt haben nun entschieden, ihren Rosenmontagszug im kommenden Jahr vom 28. Februar auf den 8. Mai zu verschieben. Der neue Termin eröffne die Chance, den Düsseldorfer Rosenmontagszug in der gewohnten Weise mit Tausenden von Zuschauern am Straßenrand durchzuführen, begründen die Narren ihren Schritt.

In Abstimmung mit der Kirche

„Wir alle gehen davon aus, dass wir im kommenden Frühjahr die vierte Coronawelle überwunden haben“, sagte der Präsident des Comitees Düsseldorfer Carneval, Michael Laumen. Das Comitee ist der Dachverband der Düsseldorfer Karnevalsvereine und wurde 1825 gegründet. Mit der Verschiebung werde auch allen Vereinen die Möglichkeit geboten, ihre für Januar und Februar 2022 geplanten Veranstaltungen zu verlegen.

Karneval in Düsseldorf: Die Hoffnung trog

Wie es die Kölner mit ihrem „Zoch“, dem ältesten und größten aller Rosenmontagszüge halten, ist noch nicht bekannt. In Düsseldorf hat das Comitee Carneval die Verlängerung der Session bis zum 8. Mai nicht nur mit der Stadt abgestimmt – auch die katholische Kirchengemeinde hat letztlich ihren Segen gegeben, denn der Rosenmontagstermin ist normalerweise fest mit der Fastenzeit vor Ostern verknüpft. Mit Rücksicht auf die Gläubigen bitten die obersten Narren jedoch darum, auf Veranstaltungen in der Karwoche zu verzichten. Das Motto der laufenden Session lautet: Wir feiern das Leben.

rb/AR (AFP, dpa, helau.cc)