Aufrüstung
China schockt mit Hyperschallwaffen: Gleiter startet erstmals zweite Rakete im Flug

Die Rakete wurde vom Wenchang Space Center aus gestartet.

© Guo Wenbin / Picture Alliance

von Gernot Kramper
25.11.2021, 15:06 Uhr

Peking soll es gelungen sein, während der Hyperschallphase aus einem Gleiter eine zweite Rakete zu starten, so US-Experten. Damit habe China Russland und die USA technisch weit hinter sich gelassen.

Hyperschall ist seit einigen Jahren der große Rüstungstrend der Supermächte, auch weil Putins Russland hier vorpreschte und derartige Waffen vor den USA einführte. Nun soll China alle Konkurrenten weit hinter sich gelassen haben. Im Juni hat Peking einen Hyperschalltest gemacht. Das allein ist nichts Besonderes. Doch den Chinesen gelang es, aus ihrem Hyperschalgleiter eine weitere Hyperschallrakete abzufeuern, berichtet die „Financial Times“.

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Manöver bei hohen Geschwindigkeiten

Was ist daran so ungewöhnlich? Hyperschallgleiter bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von mindestens fünffacher Schallgeschwindigkeit, aber auch Mach 12 wurde bereits erreicht. Um nicht in der Atmosphäre zu verglühen, sind sie von einer Plasmahülle umgeben. Lange Zeit glaubte man, es sei unmöglich mit so einem Gleiter Daten auszutauschen und ihn zu steuern – beides gelang inzwischen. Mit dem Aussetzen oder Abfeuern eines weiteren Körpers bei dieser Geschwindigkeit, wurde eine weitere Hürde genommen.

Perspektivisch dürfte für Peking damit ein voll funktionsfähiges Kampfflugzeug mit Hyperschallgeschwindigkeit möglich werden. US-Experten rätseln, wie den Chinesen dieses Kunststück gelungen ist, so die „FT“.

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