Sehen Sie im Video: Den Fälschern einen Schrift voraus – BSI führt neueste Biometrie-Technologie vor.

Bei der Kriminalitätsbekämpfung kommt es auf die Technik an. Auf zeitgemäße Technik, wie Biometrie-Technologien beispielsweise. Authentisierungsverfahren durch Fingerabdruck oder Gesichtserkennung statt PIN oder Passwort – Messmethoden also, die Merkmale direkt am Menschen erkennen. „Die Biometrie durchdringt immer weitere Bereiche in der Consumer-Electronic, also in der normalen Anwendung, aber auch im Bereich der hoheitlichen Dokumente, denken Sie an den biometrischen Reisepass zum Beispiel, es geht darum, dass wir natürlich auch immer im Wettlauf sind mit den Angreifern und da wollen wir hier in diesem Hochtechnologiezentrum die Nasenlänge vor dem Angriff haben“, so Arne Schönbohm, Chef des Bundesamts für Sicherheit und Informationstechnik, kurz BSI. Zusammen mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg entwickelt das BSI neueste Biometrie-Technologie und stellte diese am Mittwoch in Sankt Augustin vor. Je mehr die Methoden zur Anwendung kommen, desto mehr steigt auch das Missbrauchsrisiko. Im Biometrie Evaluationszentrum wurde dagegen etwa eine Sensortechnologie entwickelt, die erkennen kann, ob es sich um Haut oder ein anderes Material handelt. Im Projekt 3-D-Finger wird am Erstellen eines dreidimensionalen Fingerabdrucks gearbeitet. Dabei werden auch tieferliegende Hautsrukturen erfasst, was die Fälschung erschwert. Außerdem werden neue 3D-Kameras auf ihre Eignung zur Verifikation von Gesichtern und insbesondere zur Fälschungserkennung untersucht. Unter anderem kommt dies bei der Grenzkontrolle zum Einsatz. „Wir in Deutschland haben natürlich ein sehr hohes Interesse daran, genau wie in der Europäischen Union, dass wir einen sehr hohen Standard haben, dass wir biometrisch sicher erkennen können, wer ist denn schon mal drin gewesen und wer ist eigentlich die Person, die dahintersteckt, das ist das, warum es hier letztendlich geht, weil die EU-Kriminalität schläft…