Hilfe von Ex-Mossad-Agenten
Warum Lidl sich eine israelische Geheimdiensttruppe kauft

Lidl setzt auf mehr Cybersicherheit

© Steve Parsons/empics / Picture Alliance

von Daniel Bakir
24.11.2021, 18:17 Uhr

Lidl und Kaufland rüsten im Kampf gegen Hacker auf. Die Schwarz-Gruppe kauft für Hunderte Millionen Euro die IT-Sicherheitsfirma eines ehemaligen Mossad-Chefs. Zuletzt hat es einige spektakuläre Cyberangriffe auf Handelsketten gegeben.

Hackerangriffe sind für Unternehmen ein zunehmendes Problem. Nicht nur, dass die Zahl der Cyberattacken hierzulande zuletzt deutlich gestiegen ist. Die Angreifer verlangen auch immer häufiger hohe Lösegelder, wie eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen kürzlich zeigte.

Die Lebensmittelhändler Lidl und Kaufland rüsten im Kampf gegen diese Bedrohung nun mächtig auf. Die Schwarz-Gruppe, zu der die beiden Handelsketten gehören, übernimmt für viel Geld das israelische IT-Sicherheitsunternehmen XM Cyber. Der Kaufpreis soll laut Handelsblatt bei 700 Millionen Dollar (620 Millionen Euro) liegen. Die Lebensmittelzeitung spricht von einem etwas geringeren Preis, da Schwarz nicht alle Anteile der Israelis übernimmt, sondern sich lediglich die Mehrheit sichert. Schwarz selbst nannte keine Zahlen. 

Israelischer Geheimdiensthintergrund

Die Sicherheitsfirma XM Cyber ist gerade mal fünf Jahre alt, wird aber von prominenten Köpfen geleitet. Die Chefs sind vormals hochrangige Mitglieder des israelischen Auslandgeheimdienstes Mossad. Mitgründer Tamir Pardo führte den Geheimdienst zwischen 2010 und 2015 gar als Direktor. Nun sollen die Ex-Mossad-Agenten also Lidl und Kaufland beschützen.

„Das XM Cyber-Team mit tiefem technischem Verständnis und Innovationsstärke ergänzt unser Portfolio für IT-Sicherheit optimal“, sagt Christian Müller, Vorstandsvorsitzender…