Die USA werden die frühere kolumbianische Guerilla-Organisation FARC von ihrer Schwarzen Liste ausländischer Terrororganisationen streichen. Die US-Regierung habe den Kongress über den geplanten Schritt informiert, hieß es aus Kreisen des Kongresses. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, teilte mit, die Regierung habe die beiden Parlamentskammern in Washington über „bevorstehende Maßnahmen“ in Bezug auf die FARC informiert.

An diesem Mittwoch ist der fünfte Jahrestag des Friedensabkommens mit den FARC-Rebellen. Die linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens hatten einen jahrzehntelangen Guerillakrieg gegen die kolumbianische Regierung geführt. Ende 2016 legten die meisten ihrer rund 13.000 Kämpfer im Rahmen des Friedensabkommens ihre Waffen nieder. Inzwischen hat sich die Bewegung in eine Partei umgewandelt.

FARC: 52 Jahre Krieg, 5 Jahre Frieden

Aus bewaffneten Bauern wird eine Armee

Mitte des 20. Jahrhunderts tobt in Kolumbien ein Kampf zwischen den politischen Lagern. In entlegenen Gebieten gründen linke Gruppen unabhängige Republiken, die nach und nach von Regierungstruppen eingenommen werden. Aus der „República de Marquetalia“ entkommen zwei der Anführer: 1966 gründen Manuel Marulanda und Jacobo Arenas (l.) die Fuerzas Armadas Revolucionarias Colombianas – FARC.

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Der Kampf als Lebenstil

Im unwegsamen Amazonas-Gebiet sind die ortskundigen Bauern der schwerfälligeren Armee taktisch überlegen. Bald lernen die FARC von anderen Guerilla-Gruppen in Lateinamerika und beginnen, auch Studenten und Slumbewohner aus den Städten zu rekrutieren, darunter wohl mehr als 18.000 Minderjährige. Auch Frauen schließen sich den Rebellen an. Kinder zu bekommen ist ihnen allerdings strikt verboten.

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Söldner, Drogenhändler, Schutzgelderpresser

Um sich zu finanzieren, steigen die Marxisten ins Drogengeschäft ein: Sie verdingen sich als Söldner der…