Podcast

„heute wichtig“
Parteivorsitz: Wie die CDU gegen junge Köpfe kämpft

Scheiterte bei ihrem Versuch für den CDU-Vorsitz zu kandidieren „nicht an alten, weißen Männern“: die brandenburgische Kommunalpolitikerin Sabine Buder

© Marco Riedel

Sabine Buder wollte als einzige Frau den bekannten Gesichtern Friedrich Merz, Norbert Röttgen und Helge Braun im Kampf um den CDU-Vorsitz Paroli bieten. Doch ihre Partei bremste sie aus. Die Brandenburgerin spricht über Enttäuschungen und was sich in der CDU ändern muss.

Nach der Niederlage der CDU bei der Bundestagswahl entschied die Tierärztin und Kommunalpolitikerin Sabine Buder für den Vorsitz ihrer Partei zu kandidieren. Im Vorfeld wurde ihr geraten, sich vorab Mehrheiten zu sichern. Doch sie habe sich der direkten Wahl stellen wollen: „Genau das ist die Art Politik, die ich nicht machen möchte: Vorher rumklüngeln, bis es passt“, so Buder.

Sabine Buder: „Es waren nicht die alten, weißen Männer“

Ihr Scheitern habe nichts mit ihrem Geschlecht zu tun, erklärt Buder. Vielmehr sei es ihre Unerfahrenheit gewesen – und die versteinerten Strukturen innerhalb der CDU. Vor allem von weiblichen Parteikolleginnen habe sie wenig Rückhalt bekommen: „Es waren nicht die alten, weißen Männer, die sich gegen meine Nominierung ausgesprochen haben. Das waren tatsächlich Frauen, die nicht bereit waren, mit mir diesen Weg zu gehen.“

Im Podcast „heute wichtig“ fordert Sabine Buder grundlegende strukturelle Veränderungen in der CDU: „Dieser Mangel an Mut, auch Dinge einfach mal anders zu machen, der macht mir Sorgen.“ Fraglich sei aus ihrer Sicht, ob ein einzelner Vorsitzender die Partei grundlegend erneuern könne – egal, wer den Zuschlag am Ende bekomme. „Die Frage ist […], ob es da nicht eher ein generelles Umdenken braucht.“