Neuseeland mit seinen strikten Corona-Beschränkungen gilt als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus – und auch in den kommenden Monaten verfolgt das Land im Südwestpazifik eine zurückhaltende Öffnungsstrategie. Doch vom 30. April 2022 an sollen vollständig geimpfte Reisende allmählich wieder ins Land gelassen werden, wie der für die Bekämpfung der Pandemie zuständige Minister Chris Hipkins vor Journalisten in Wellington mitteilte. Zusätzlich zur Impfung müssen die Touristen einen negativen Corona-Test mitbringen und sich nach der Ankunft in eine siebentägige staatliche Quarantäne begeben. Für Reisende aus Risikogebieten komme eine dreitägige häusliche Isolation hinzu, erläuterte Hipkins. Weitere Bestimmungen, etwa zu einer nach Visakategorien gestaffelten Einreise, müssten noch ausgearbeitet werden.

Pandemie-Minister Chris Hipkins verfolgt einen Kurs der sehr vorsichtigen Öffnung

„Unsere Grenze zu schließen, war einer der ersten Schritte, um unser Land vor COVID-19 zu schützen. Und sie wird das letzte sein, was wir öffnen“, sagte er. Mit wenigen Ausnahmen ist die Einreise nach Neuseeland seit März 2020 nur Staatsbürgern und Menschen mit Wohnsitz in dem Pazifikstaat gestattet. Es gebe weiterhin eine Pandemie mit steigenden Corona-Fällen in Europa und anderen Regionen der Welt, betonte Hipkins. „Wir müssen also mit der Grenzöffnung sehr vorsichtig sein.“

Durch die Grenzschließung in Australien gestrandete Neuseeländer und Personen mit Dauer-Aufenthaltsgenehmigung dürfen laut Hipkins ab dem 16. Januar – aus anderen Ländern ab dem 13. Februar – in die Heimat zurückkehren. Sie müssen allerdings vollständig gegen das Virus geimpft sein.

Neuseeland verfolgte über eine lange Zeit eine sogenannte Null-COVID-Strategie. Doch in den vergangenen Monaten musste die Regierung eingestehen, dass dieses Vorgehen mit der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante nicht realisierbar ist.

Seit dem 10. November sind Geschäfte und öffentliche…