Immobilienfinanzierer
Finanzinvestoren wollen Aareal Bank schlucken

Die Investoren Advent und Centerbridge wollen die Aareal Bank übernehmen. Foto: picture alliance / dpa

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Für gut 1,7 Milliarden Euro soll der Immobilienfinanzierer aus Wiesbaden den Besitzer wechseln. Steht auch das Management des im SDax gelisteten Instituts hinter der Offerte?

Die Finanzinvestoren Advent und Centerbridge machen mit der Übernahme der Aareal Bank Ernst. Die Unternehmen wollen für jede Aktie des Gewerbeimmobilien-Finanzierers 29 Euro bieten, wie sie und die Bank mitteilten.

Damit bewerten sie das Wiesbadener Institut mit mehr als 1,7 Milliarden Euro. Die Bank hatte Anfang Oktober Gespräche öffentlich gemacht und den Preis von 29 Euro je Aktie bereits als Verhandlungsgrundlage genannt. Wenige Stunden nach dem Übernahmenangebot legte die Aufsichtsratsvorsitzende, Marija Korsch, ihr Amt mit sofortiger Wirkung nieder.

Vorstand und Aufsichtsrat der Bank stehen hinter dem Vorhaben. Als Bedingung für die Übernahme gilt, dass die Anteilseigner den Finanzinvestoren mindestens 70 Prozent der Aktien andienen. Außerdem müssen die Aufsichtsbehörden zustimmen. Das Gebot der Investoren von 29 Euro entspreche einer Prämie von rund 35 Prozent auf den volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs vor Bestätigung der Gespräche, hieß es. An der Börse kamen die Nachrichten gut an.

Den Mitteilungen zufolge stehen die Investoren hinter der Strategie der Bank und wollen das Wachstum der Gruppe beschleunigen. «Wir wollen in die Gruppe investieren, um die Segmente der Bank weiterzuentwickeln», sagte Advent-Deutschlandchef Ranjan Sen. Centerbridge-Europa-Manager Ben Langworthy zeigte sich «überzeugt, dass die Aareal Bank mit einer stabilen Aktionärsbasis den Fokus besser auf ihre längerfristigen Ziele legen kann». Die Investoren sind der Aareal Bank…