DIW-Studie
Deutsche Stromversorgung auch nach Atomausstieg gesichert

Hohe Energiepreise und der Kohleausstieg haben die Diskussion um Atomkraft zuletzt wieder neu entfacht. Ende 2022 soll der letzte Meiler abgeschaltete sein. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

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Gestiegene Energiepreise und der Kohleausstieg haben die Diskussion über die Atomkraft neu entfacht. Ende 2022 soll der letzte Meiler abgeschaltet sein. Geht Deutschland dann das Licht aus?

Die Stromversorgung in Deutschland wird einer Studie zufolge auch nach der geplanten Abschaltung der verbleibenden sechs Atomkraftwerke im kommenden Jahr gesichert sein. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) an diesem Mittwoch vorstellt.

Das Team, zu dem auch die Energie-Expertin Claudia Kemfert gehört, kommt darin zu dem Schluss, dass auch nach dem vollendeten Atomausstieg Ende 2022 «ausreichende Kapazitäten» da seien, um die Energieversorgung in Deutschland zu sichern. So habe die deutsche Stromwirtschaft im vergangenen Jahr mit 20 Terawattstunden etwa vier Prozent ihrer Stromproduktion exportiert, schreiben die DIW-Experten.

Auch wegen der Einbindung Deutschlands in das europäische Stromsystem seien «keine Beeinträchtigungen der Versorgungssicherheit zu befürchten», heißt es weiter. Die Wissenschaftler um Kemfert werben dafür, den Atomausstieg zu vollenden, alle Subventionen für Kernenergie zu streichen und sich auf die Suche nach einem Endlager für die entstandenen hochradioaktiven Abfälle zu konzentrieren. Die Abschaltung der Atommeiler sei eine «Notwendigkeit», damit diese Suche gelingen könne.

Entscheidung von 2011 besiegelt

Mit der Abschaltung der restlichen sechs Atommeiler steigt Deutschland im kommenden Jahr endgültig aus der Kernenergie aus und besiegelt damit eine…