Birkeland
Containerschiff aus Norwegen fährt vollelektrisch, klimaneutral und benötigt keine Besatzung mehr

Von außen unterscheidet sich die „Birkeland“ nicht von einem konventionellen Schiff.

© Torstein Bøe / AFP

von Gernot Kramper
23.11.2021, 12:55 Uhr

Die „Birkeland“ hat ihre Jungfernfahrt absolviert. Angetrieben wird sie von Batterien, dazu fährt sie autonom ohne Besatzung und Steuermann.

Die Corona-Pandemie hat die Jungfernfahrt des ersten vollelektrischen und emissionsfreien Containerschiffs der Welt etwas verzögert. Aber nun hat die „Birkeland“ die erste Fahrt hinter sich, eine Ministrecke zum Hafen von Brevik. Das Containerschiff soll nicht die Welt umfahren, ist ein Feeder, man kann es auch als Containerfähre bezeichnen. Es wurde gebaut, um die Produkte des Düngemittelherstellers Yara zu dem Hafen in Bervik bringen.

Die „Birkeland“ wird etwa 40.000 Lkw-Fahrten im Jahr ersetzen. Dadurch sollen etwa 1000 Tonnen Kohlenstoffemissionen pro Jahr eingespart werden. Die „Birkeland“ transportiert jeweils 120 Container von 20 Fuß Länge, ist selbst 80 Meter lang und erreicht 15 Knoten. Als Energielieferant dient eine 7-MWh-Batterie. Das entspricht in etwa dem Äquivalent von 100 Tesla-Autos. Die „Birkeland“ ist nur ein paar Mal pro Woche unterwegs, insofern hat sie Zeit zum Aufladen.

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Staatliche Förderung

Der norwegische Staat förderte den Bau mit 133 Millionen Kronen, das entspricht etwa 13 Millionen Euro. Anlässlich der ersten Reise besichtigte Norwegens Premierminister Jonas Gahr Store das Schiff. Die Schiffahrt gehört zu den bedeutenden CO2-Emittenden, in Skandinavien versucht man  klimaneutrale Alternativen herzustellen. Für kurze Entfernungen funktioniert eine Batterie, auf lange nicht. In…