Marco Reus schüttelte immer wieder seinen Kopf, sein Blick wirkte rat  – und auch ein wenig fassungslos. Es war nicht der Abend des Kapitäns von Borussia Dortmund. Es war nicht der Abend des BVB. Mit 1:3 (0:2) unterlag das Team von Trainer Marco Rose am Mittwochabend bei Sporting Lissabon. Damit kann der BVB das Achtelfinale in der Champions League nicht mehr erreichen, weil die Portugiesen im direkten Vergleich aufgrund des besseren Torverhältnisses uneinholbar davon geeilt sind. Für die Dortmunder geht es im internationalen Wettbewerb in der Europa League weiter. Das steht bereits nach dem fünften Spieltag in der Gruppe C fest – und ist eine große Enttäuschung für den gesamten Klub.   

Es war ein enttäuschender Auftritt des BVB, der zwar bemüht war, aber dem die nötige Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor fehlte. Ohne Erling Haaland ist der Dortmunder Sturm zu oft ein laues Lüftchen. Obwohl in der Offensive Spieler wie Reus, Donyell Malen oder Julian Brandt agieren. Ball- und Spielkontrolle waren auch gegen Sporting nur schwer zu beanstanden. Aber dort, wo es drauf ankommt beim Fußball, fehlten die nötigen Mittel, um die nötigen Treffer zu erzielen. 

Hummels fehlt an allen Ecken und Enden

Das hat auch mit den spielerischen Fähigkeiten des BVB zu tun, die kaum so ausgeprägt sind, als das sie die Portugiesen vor unlösbare Probleme stellen könnten. Diese Probleme waren auch in der gesamten Gruppenphase in dieser Saison zu beobachten: Vor allem, als das Rose-Team gegen das überaus spielstarke und ideenreiche Ajax Amsterdam gleich zweimal (0:4; 1:3) gehörig unter die Räder kam. Hinzu kommen beim BVB folgenschwere Abwehrfehler – wie der von Nico Schulz nach 30 Minuten in Lissabon, als er ungewollt Pedro Goncalves vor die Füße passte und der Angreifer nur noch verwandeln musste.

Damit gaben die Dortmunder die Kontrolle aus der Hand und mussten versuchen, ihren Fehler wieder wettzumachen. Dabei verhedderte sich die Dortmunder Abwehr, bei der der…