In welchem Jahr Arundhati Roy genau Geburtstag hat, ist nicht ganz klar. Wikipedia und andere Internetquellen lassen vermuten, dass die Autorin jetzt 60 wird. Ihr deutscher Verlag S. Fischer hingegen setzt ihr Geburtsdatum auf den 24. November 1959 fest – somit würde sie jetzt 62. Ungeachtet ihres Alters besteht kein Zweifel daran, dass die Schriftstellerin sehr produktiv ist. sie hat zahlreiche Essay und Romane veröffentlicht, in denen sie ihre politischen Überzeugungen gekonnt mit raffiniertem Wortwitz verbindet.

Die frühen Jahre

Internationale Bekanntheit erlangte Roy 1997 mit ihrem Roman „Der Gott der kleinen Dinge“, für den sie im selben Jahr den renommierten Man-Booker-Literaturpreis (jetzt nur noch Booker-Preis)  erhielt. Der Roman ist ein Familiendrama und erzählt die Geschichte von zweieiigen Zwillingen, die sich durch die Komplexität der indischen Gesellschaft bewegen: Es geht um eine verbotene Liebe, Religionen und das Kastensystem. Die Handlung spielt in Kerala und Kalkutta und ist teilweise autobiografisch.

Booker Prize: Bücher, die die Literatur veränderten

Arundhati Roy – Der Gott der kleinen Dinge“ (1997)

Mit „Der Gott der kleinen Dinge“, der Geschichte der zweieiigen Zwillinge Rahel und Estha, die inmitten politischer Turbulenzen im südindischen Kerala heranwachsen, eroberte Arundhati Roy 1997 die literarische Welt im Sturm. Der Ende der 1960er-Jahre angesiedelte halb-autobiographische Roman beschreibt Indiens Kastengesellschaft, religiöse Vielfalt und komplexe sozialen Hierarchien.

Booker Prize: Bücher, die die Literatur veränderten

Michael Ondaatje – ‚Der Englische Patient‘ (1992)

Michael Ondaatjes Roman erzählt von vier Menschen, deren Lebenswege sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in einer italienischen Villa kreuzen: Ein Dieb, ein Spezialist für das Entschärfen von Bomben, eine Krankenschwester und ein schwerverwundeter Pilot stehen symbolisch für das Ende der alten und das Entstehen einer neuen Welt. Anthony…