Rohstoffe
Biden will Energiekosten senken und zapft Ölreserven an

Die Energiepreise sind in den USA zuletzt stark angestiegen. Foto: Jacob Ford/Odessa American/AP/dpa

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Die Zustimmungswerte für US-Präsident Biden fallen. Gleichzeitig sorgen hohe Preise an der Zapfsäule für schlechte Stimmung im Land. Nun hält Biden dagegen – und will die Energiepreise drücken.

Die USA zapfen wegen rasant gestiegener Energiepreise ihre strategische Ölreserve an. US-Präsident Joe Biden habe die Freigabe von 50 Millionen Barrel Öl angeordnet, teilte das Weiße Haus am Dienstag mit.

Es handele sich um eine abgestimmte Aktion mit Ländern wie China, Indien, Japan, Südkorea und Großbritannien. Es sei das erste Mal, dass die USA so etwas in Koordination mit anderen großen Ländern machten, sagte ein hoher Regierungsbeamter. Biden steht angesichts der hohen Inflation und sinkender Zustimmungswerte in der Bevölkerung unter Druck.

Länder auf der ganzen Welt hätten im Zuge der Pandemie damit zu kämpfen, dass die Nachfrage der Verbraucher das Angebot übersteige, so das Weiße Haus. Nach Angaben der American Automobile Association kostet eine Gallone Normalbenzin an der Zapfsäule aktuell gut 3,40 US-Dollar (rund 3 Euro) und damit deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Mit der Freigabe von Ölreserven will Biden nun die Energiepreise senken. Das Missverhältnis zwischen Nachfrage und Angebot müsse ausgeglichen werden, hieß es aus Washington.

Auslöser für den Anstieg der Preise ist die nach dem Corona-Einbruch rasch steigende Nachfrage bei moderater Angebotsausweitung seitens großer Förderländer. Ein Interesse an niedrigen Ölpreisen haben vor allem große Verbrauchsländer wie die USA und China. Seit Wochen wurde gemutmaßt, dass die USA einen Teil ihrer strategischen Ölreserve auf den Markt werfen, um die Preise zu drücken. Mit der Freigabe…