Refurbishment
Reparatur von gebrauchter Technik boomt in weltweiter Chipkrise

Auch Smartphone-Hersteller wie Samsung und Apple bieten beim Kauf neuer Geräte an, das alte in Zahlung zu nehmen, um es zu recyclen (Symbolbild)

© Sebastian Willnow / DPA

Die Chipkrise macht der Elektrobranche seit mehreren Monaten zu schaffen. Anbieter von Reparaturen profitieren hingegen von den derzeitigen Lieferengpässen und verzeichnen ein gestiegenes Interesse an Refurbished-Produkten.

Bei kleinen Mängeln, langwierigen Ladezeiten und einem leistungsschwachen Akku greifen viele zu schnell zu einem neuen Smartphone. Oft reicht es allerdings, ausgediente Teile zu ersetzen und so dem Gerät ein verlängertes Leben zu ermöglichen.

Das sehen Anbieter von Refurbished-Artikeln schon lange so, freuen sich aber derzeit erst recht: Denn wegen des aktuelles Materialmangels etwa bei Chips kommt es zu Produktionsschwierigkeiten und Lieferengpässen bei vielen Herstellern von Smartphones, Tablets und Co. „Muss es wirklich immer das neueste Produkt sein? Oder kann es nicht auch ein Produkt sein, das so gut wie neu ist?“, fragt Kilian Kaminski, Mitgründer der Reparatur-Plattform Refurbed.

Aus Sicht des Unternehmers habe sich das Konsumverhalten vieler Kunden verändert. „Das Interesse an Refurbished-Produkten ist enorm gestiegen“, sagt Kaminski. Der Chipmangel und die generellen Rohstoffengpässe tragen vermutlich auch dazu bei, dass sich mehr Leute mit dem Konsum von Elektronik auseinandersetzen, meint er.

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