Pandemie
Wie Corona-Apps die vierte Infektionswelle dämpfen können

Die offizielle Corona-Warn-App ist auf einem Smartphone zu sehen.(Archivbild) Foto: Oliver Berg/dpa

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Die Corora-Warn-App wurde vor einem Jahr noch als «zahnloser Tiger» verspottet. Nach Funktionserweiterungen und vielen Downloads könnte die Anwendung des RKI aber einen wichtigen Beitrag leisten.

Smartphone-Apps zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben im vergangenen Sommer in Deutschland kaum eine Rolle gespielt. Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes war damals zwar schon auf rund 25 Millionen Geräten installiert.

Doch in der ersten Juli-Woche erreichte die Zahl der roten Warnmeldungen, die einen risikoreichen Kontakt mit einer infizierten Person signalisieren, nicht einmal die Schwelle von 100. Es gab in diesen Wochen kaum Infektionen, die aufgespürt werden konnten. Doch nun ist die Lage wieder ernst.

Die dramatische Entwicklung kann man auch an den App-Statistiken ablesen. In der Corona-Warn-App schnellte in der vergangenen Woche die Zahl der roten Warnungen auf über 70.000 Fälle täglich in die Höhe. Und auch die Check-in-App Luca verzeichnete einen steilen Anstieg der Warnungen. So haben die Gesundheitsämter in Deutschland in der vergangenen Woche nach einer eingehenden Risikobewertung über 40.000 individuelle Warnmeldungen an Luca-Gäste ausgespielt. Kritiker des Luca-Systems bemängeln allerdings, dass etliche Gesundheitsämter gar nicht aktiv mit Luca arbeiten.

Warnungen über Bluetooth

Die offizielle Corona-Warn-App (CWA), für die inzwischen 36,3 Millionen Downloads verzeichnet sind, erfasst mit Hilfe von Bluetooth-Signalen, welche Smartphones einander nahe gekommen sind, und benachrichtigt die Anwender dann über riskante Begegnungen. Die Luca-App soll dagegen Restaurantbesitzern und Event-Veranstaltern unter die Arme greifen,…