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„heute wichtig“
Immunologe Kern: Wieso wir uns von der Idee der Herdenimmunität verabschieden sollten

Immunologe Peter Kern räumt im Podcast „heute wichtig“ mit dem Mythos Herdenimmunität auf.

© Walter M. Rammler / Klinikum Fulda

Wenn nur genügend Menschen gegen Corona geimpft sind, dann sind auch die anderen geschützt – eine verbreitete Annahme zu Pandemiebeginn. Doch von der Idee einer Herdenimmunität sollten wir uns verabschieden, meint der Immunologe Peter Kern.

Ein, zwei kleine Pikse mit Biontech, Moderna oder Johnson & Johnson – und vorbei ist der ganze Spuk mit dieser Pandemie. Diese schöne Vorstellung zu Beginn der Coronakrise hat wohl einige Menschen durch die letzten Monate getragen. Doch das ist zumindest zum Teil ein Trugschluss. Leider.

Denn ja, man schützt sich selbst mit einer Impfung gegen das Coronavirus und man schützt zu einem gewissen Grad auch andere. Doch der Schutz vor einer Infektion war nie das Hauptziel der Impfung – ein weit verbreitetes Missverständnis. Immunologe Prof. Peter Kern kennt diesen Denkfehler nur zu gut: „Die Impfung schützt sehr, sehr gut vor schwerer Erkrankung und vor Tod. Sie schützt aber nicht so gut vor Infektion. Wenn wir nur auf die Infektionszahlen schauen, dann schauen wir auf die falsche Kategorie.“

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