„Flamboyant. Kein anderes Wort fällt im Zusammenhang mit Freddie Mercury so sehr auf“, schreibt Autor Nicola Bardola im Vorwort zu seiner Biographie „Mercury in München – Seine besten Jahre“.

Und das tut er über seinen Tod hinaus. Am 24. November 1991 starb der Ausnahmekünstler infolge einer Aids-Erkrankung. Nur einen Tag zuvor hatte er öffentlich bekannt gegeben, dass er sich mit dem HI-Virus angesteckt hatte. Bis dahin hatte er allen Gerüchten zum Trotz über seine Erkrankung geschwiegen. Ohnehin war der 1946 auf Sansibar geborene Farrokh Bulsara, wie Mercury gebürtig hieß, verschlossen, wenn es um sein Privatleben ging und hielt sich in Interviews zumeist bedeckt. Er hasse es, mit ihm unbekannten Leuten zu reden, sagte er einmal.

In München blieb Mercury unerkannt

Auch aus diesem Grund fühlte er sich so wohl in der bayerischen Metropole, in der er von 1979 bis 1985 zeitweise lebte. Der Germanist und Autor Nicola Bardola hat eine umfangreiche Biografie über Mercurys Münchner Zeit geschrieben und zitiert eingangs den Sänger mit folgenden Worten: „Ich habe einen Ort gefunden, er heißt München, und hier kann ich tatsächlich durch die Straßen gehen.“

Von links mach rechts: Freddie Mercury, Brian May, John Deacon und Roger Taylor zu Beginn ihrer Karriere 1974

Trotz seines Ruhms – Queen hatten bereits 1975 mit „Bohemian Rhapsody“ ihren ersten Nummer-1-Hit in Großbritannien gelandet und waren auch in Deutschland längst keine Unbekannten mehr – ließ man Mercury in München in Ruhe. Hier fand er Zuflucht und erlebte einen künstlerischen Aufstieg: „Freddie hat sich in München stark verändert“, sagt Nicola Bardola im Gespräch mit der DW. „Er war zum ersten Mal 1974 hier. Das war überhaupt das allererste Queen-Konzert in Deutschland und da hat er schon gesehen, dass München eine attraktive Stadt ist.“

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Über 400 Seiten stark ist Bardolas spannende Mercury-Biografie

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