Die vierte Corona-Welle hat Deutschland fest im Griff. Überall steigen die Infektionszahlen, erste Krankenhäuser geraten ans Limit. Mit verschiedenen Maßnahmen kämpfen die Länder gegen den dramatischen Trend an.

Angesichts der ungebremst steigenden Corona-Zahlen treten in den einzelnen Bundesländern deutlich schärfere Gegenmaßnahmen in Kraft. Als entscheidenden Maßstab hatten Bund und Länder am vergangenen Donnerstag die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen. 

Ab einem Wert von drei gilt in einem Bundesland für Veranstaltungen flächendeckend die 2G-Regel. Ab einem Wert von sechs gilt die 2G-Plus-Regel, bei der die zugelassenen Geimpften und Genesenen zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen müssen. Ab einer Rate von 9 können die Länder weitergehende Verschärfungen wie Kontaktbeschränkungen einführen. Ein Überblick.

Lockdown für Ungeimpfte in Bayern

In BadenWürttemberg gilt seit Mittwoch die Corona-„Alarmstufe“, bei der nicht geimpfte Personen vom öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen sind. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 5,31. Nur Geimpfte und Genesene haben jetzt noch Zugang zu Restaurants, Kinos, Schwimmbädern sowie den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen. Für Ungeimpfte in den Hotspots Schwarzwald-Baar-Kreis, im Ostalbkreis und im Landkreis Biberach gelten ab diesem Montag noch strengere Regeln: Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr dürfen sie ihre Wohnungen nur noch aus triftigem Grund verlassen. Zur Wochenmitte soll eine neue Corona-Verordnung verkündet werden.

Bayern ist von der vierten Corona-Welle besonders hart getroffen. Die Hospitalisierungsrate liegt mit 8,68 nur noch knapp unterhalb der 9er-Grenze. Um die Lage in den Griff…