Vierte Corona-Welle
Volle Intensivstationen: Österreich zieht Notbremse – und geht in den Lockdown

Ein Corona-Patient liegt auf der Intensivstation des Universitätsklinikums Tulln in Wien

© Helmut Fohringer / DPA

Österreich greift im Kampf gegen die vierte Corona-Welle zum letzten Mittel und fährt alles konsequent herunter. Schon vorab sorgten die Maßnahmen für heftige Proteste – und für Verwirrung bei vielen Eltern.

Das öffentliche Leben ist lahmgelegt, die Menschen sollen ihre sozialen Kontakte einschränken: Angesichts der dramatischen Corona-Lage ist Österreich als erstes Land in Westeuropa seit Montag wieder im Lockdown. Für alle – auch für Geimpfte – gelten voraussichtlich für die kommenden 20 Tage strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Die Menschen dürfen ihre Wohnungen nur noch für wenige Ausnahmen wie für Arztbesuche, Arbeit, Sport und das Einkaufen von Lebensmitteln verlassen.

Handel, Gastronomie und Kultureinrichtungen müssen schließen, nur Anbieter von Waren des täglichen Bedarfs wie Supermärkte oder Apotheken dürfen geöffnet bleiben. Auch Weihnachtsmärkte wurden abgesagt. In Innenräumen gilt eine FFP2-Maskenpflicht. 

Schulen und Ski-Seilbahnen bleiben offen

Im Nahverkehr der Hauptstadt Wien waren die Ausgangsbeschränkungen am Montagmorgen jedoch fast nicht zu bemerken. Anders als beim ersten Lockdown sei kaum ein Unterschied zu den vergangenen Wochen zu erkennen gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Lediglich an den Umsteigeknoten und den angeschlossenen Einkaufspassagen waren angesichts geschlossener Geschäfte demnach deutlich weniger Menschen unterwegs.

Schulen und Kindergärten bleiben auch im Lockdown offen – allerdings appelliert die Regierung an alle Eltern, ihre Kinder möglichst zu Hause zu behalten. Fernunterricht wird aber…