Ex-Bremen-Coach
Impfpass-Affäre – die Widersprüche des Markus Anfang

Für Werder Bremen ist die „Akte Markus Anfang“ geschlossen.

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Wegen eines mutmaßlich gefälschten Impfpasses hat Werder-Trainer Markus Anfang seinen Job quittiert. Neue Berichte deuten darauf hin: Es gab offenbar Ungereimtheiten bei den Impfdaten und einem Trainingslageraufenthalt.

„Die Akte Markus Anfang ist für uns geschlossen“, sagt Werder-Bremen-Geschäftsführer Klaus Filbry. Der Klubboss hatte sich am Rande der Partie gegen Schalke 04 über die Impfpass-Affäre des Ex-Trainers geäußert und wenig Zweifel daran gelassen, dass die Vereinsführung die Vorwürfe gegen Anfang für berechtigt hält: Wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens wollte Filbry zwar „keine Vorverurteilung“ abgeben, dennoch stand die Trennung vom Coach ganz klar im Vordergrund: „Die Indizienlage war sehr klar. Deshalb haben wir uns natürlich mit arbeitsrechtlichen Schritten auseinandergesetzt.“ Konkret sei es um die Instrumente Beurlaubung und Verdachtskündigung gegangen. „Eventuell hätten wir sie auch angewendet.“

Die Hintergründe der Impfpass-Affäre sind bislang weitgehend ungeklärt. Laut „Bild“-Zeitung habe der Verein erst nach Vertragsunterschrift im Juni erfahren, dass sein neuer Trainer nicht geimpft sei. Clubboss Filbry zufolge habe es „nachvollziehbare Gründe“ sowie Gespräche gegeben. Ende August hätte Anfang die Bremer dann über seine Impfung informiert und dabei auch einen digitalen Impfpass vorgelegt, so das Blatt weiter. Ex-Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge sagte in der Sendung „Sky90““: „Ich habe gehört, dass Anfang schon zu Darmstädter Zeiten dem Thema Impfen kritisch gegenübergestanden sei.“

Ungereimtheiten bei Quarantäne?

Das Werder-Bremen-Newsportal „Deichstube“ berichtet unter Berufung auf „zuverlässige Quellen“, dass es im…