Ex-Bremen-Coach
Staatsanwaltschaft über Impfpass von Markus Anfang: „Tatverdacht der Fälschung hat sich erhärtet.“

Für Werder Bremen ist die „Akte Markus Anfang“ geschlossen.

© Ewert /Eibner-Pressefoto / Picture Alliance

Wegen eines mutmaßlich gefälschten Impfpasses hat Werder-Trainer Markus Anfang seinen Job quittiert. Neue Aussagen der Ermittler deuten darauf hin: Die Ungereimtheiten scheinen kein Zufall zu sein. 

Im Fall der Impfpass-Affäre von Ex-Werder-Bremen-Trainer Markus Anfang hat sich nun die Staatsanwaltschaft geäußert. Offenbar gehen die Ermittler davon aus, dass das Dokument tatsächlich gefälscht ist. Die „Bild“-Zeitung zitiert den zuständigen  Oberstaatsanwalt Frank Passade mit den Worten: „Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, die für das Impfzentrum Köln zuständig ist, hat uns mitgeteilt, dass die Personalien des Herrn Anfang nicht im EDV-System vorhanden sind. Das heißt, er wurde nicht in Köln geimpft. Auch die Chargen-Nummer, die in seinem Impfbuch steht, wurde nie in dem Impfzentrum verimpft. Der Tatverdacht, dass es sich um eine Fälschung handelt, hat sich erhärtet.“

Unstimmigkeiten bei Ort und Zeit

Zudem gebe es zeitliche Unstimmigkeiten bei den Impfterminen. So soll Anfang laut der „Bild“ seinen ersten Termin im April in Köln gehabt haben, allerdings habe er sich damals als Trainer des Zweitligisten Darmstadt 98 in Würzburg aufgehalten. Auch bei der zweiten Impfung passen Zeit und Ort nicht zu den Daten eines Trainingslagers in Tirol, wo er mit seinem neuen Klub aufgeschlagen war – das berichtet wiederum Deichstube.de, ein Werder-Bremen-Blog.

Die Hintergründe der Impfpass-Affäre waren bislang weitgehend ungeklärt. Die „Bild“ hatte zuvor berichtet, Werder Bremen habe erst nach Vertragsunterschrift im Juni erfahren, dass sein neuer Trainer nicht geimpft sei. Clubboss Filbry zufolge habe es…