Viele offene Stellen
Fachkräftereport – wen die Unternehmen besonders händeringend suchen

Unter anderem der Baubranche fehlen viele Fachkräfte

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von Daniel Bakir
22.11.2021, 14:32 Uhr

Der Fachkräftemangel ist laut DIHK schlimmer als vor der Corona-Krise. Viele Unternehmen können ihre Stellen nicht besetzen – es fehlt vor allem an Bewerbern mit dualer Berufsausbildung.

Die Corona-Krise hat die Nachfrage nach Fachkräften nur kurzzeitig gebremst, nun suchen Unternehmen wieder händeringend nach Personal. Laut einem Report des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ist der Fachkräftemangel schon jetzt gravierender als vor der Corona-Krise – und es droht noch deutlich heftiger zu werden.

Mehr als die Hälfte der 23.000 befragten Unternehmen kann laut dem DIHK-Fachkräftereport derzeit offene Stellen zumindest vorübergehend nicht besetzen. Vor einem Jahr hatte nur knapp jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) von Personalengpässen berichtet. Vor zwei Jahren, also vor der Corona-Krise, hatten 47 Prozent der Firmen Schwierigkeiten bei der Fachkräftesuche gehabt – nun sind es 51 Prozent. „Der Fachkräftemangel in den Betrieben ist zurück: schneller und in größerem Umfang als von vielen erwartet“, sagt der stellvertretende DIHK-Geschäftsführer Achim Dercks.

Besonders gravierend ist der Personalmangel in der Baubranche, wo zwei von drei Unternehmen keine passenden Arbeitskräfte finden. Ebenso händeringend suchen Gesundheits- und Sozialdienstleister wie Krankenhäuser und Arztpraxen, Kitas, Pflegeheime sowie ambulante Alten- und Pflegedienste. Und auch im Gastgewerbe haben zwei von drei Betrieben nach dem Corona-Einbruch nun Probleme neue Leute zu finden. 

Menschen mit Berufsausbildung fehlen

Gefragt wurde auch, welches Qualifikationsniveau die Arbeitgeber vergeblich suchen….