Biontech-Bestellungen begrenzt
Moderna statt Biontech: Seine Booster-Pläne bringen Spahn ins Kreuzfeuer der Kritik

Der geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn steht weiter in der Kritik

© Kay Nietfeld

Die Kritik an Plänen des Gesundheitsministeriums für Bestellobergrenzen des Biontech-Impfstoffes reißt nicht ab. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig schloß sich nun den Kritikern an: „Ich habe kein Verständnis mehr für dieses Hin und Her von Minister Spahn.“ 

Weil die Nachfrage nach dem Biontech-Impfstoff steigt und gleichzeitig die Lagerbestände des Konkurrenz-Produkts von Moderna abzulaufen drohen, hatte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beschlossen, bei der Booster-Kampagne vermehrt auf Moderna zu setzen und die Bestellungen für Biontech zu begrenzen. Auch einen Tagen später reißt die Kritik daran nicht ab.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat Spahn wegen der angekündigten Begrenzung der Auslieferungen von Biontech-Impfstoff gegen Covid-19 kritisiert. „Einen Tag nach der Forderung von Kanzlerin Merkel, alle so schnell wie möglich zu boostern, wirft das Gesundheitsministerium Brocken in das Impfgetriebe“, sagte Schwesig der „Bild am Sonntag“. „Ich habe kein Verständnis mehr für dieses Hin und Her von Minister Spahn.“ Schwesig forderte, das Vorhaben „unverzüglich“ zurückzunehmen.

Scharfe Kritik

Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Länder für die nächsten Wochen Begrenzungen bei Bestellmengen für den Impfstoff von Biontech/Pfizer angekündigt, damit das Präparat von Moderna bei den Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommt. Andernfalls drohten eingelagerte Moderna-Dosen ab Mitte des ersten Quartals 2022 zu verfallen, was vermieden werden müsse. Praxen sollen demnach vorerst maximal 30…