Koalitionsverhandlungen
Scholz: «Da wächst was zusammen, was zusammenpasst»

Die Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP biegen offenbar in eine Zielgerade ein. Olaf Scholz zeigt sich zufrieden. Foto: Kay Nietfeld/dpa

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Zwischendurch wurde wohl heftig gestritten. Aber die Ampel-Parteien lassen keinen Zweifel daran, dass sie gemeinsam regieren wollen. In dieser Woche wollen sie einen großen Schritt weiter sein.

Die Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP biegen offenbar in eine Zielgerade ein. Laut SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sind sie voll im Zeitplan.

Es gebe «sehr gute, sehr konstruktive Gespräche, die auch schnell vorankommen», sagte Scholz am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Grünen-Chefin Annalena Baerbock räumte zeitweilige Probleme ein: «Wir hatten die Nase auch mal richtig voll, weil wir das Gefühl hatten, für den Klimaschutz sind nur die Grünen verantwortlich.»

Die Ampel-Parteien hatten vergangene Woche angekündigt, dass in dieser Woche ein Koalitionsvertrag vorgelegt werden soll. Zum Auftakt der Koalitionsgespräche am 21. Oktober hatten sie das Ziel ausgegeben, dass Scholz in der Nikolauswoche ab dem 6. Dezember zum Kanzler gewählt und seine Regierung im Bundestag vereidigt wird.

Scholz sparte in seiner Rede auf dem Parteitag der SPD Brandenburg in Schönefeld nicht mit großen Worten, als er auf die geplante Ampel-Koalition einging. «Es finden sich neue Freunde, die SPD, die Grünen und die FDP. (…) Da wächst was zusammen, was zusammenpasst», sagte er in Anlehnung an ein Zitat von Ex-Bundeskanzler Willy Brandt (SPD). Dieser hatte nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 gesagt: «Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.»

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