Coronavirus
Schwesig kritisiert Begrenzung der Biontech-Auslieferungen

«Wirft Brocken in das Impfgetriebe»: Manuela Schwesig (SPD) übt Kritik am Gesundheitsministerium. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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Die Kritik an Plänen des Gesundheitsministeriums für Bestellobergrenzen des Biontech-Impfstoffes reißt nicht ab. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin fordert das Einkassieren des Vorhabens.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat den geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen der angekündigten Begrenzung der Auslieferungen von Biontech-Impfstoff gegen Covid-19 kritisiert.

«Einen Tag nach der Forderung von Kanzlerin Merkel, alle so schnell wie möglich zu boostern, wirft das Gesundheitsministerium Brocken in das Impfgetriebe», sagte Schwesig der «Bild am Sonntag». «Ich habe kein Verständnis mehr für dieses Hin und Her von Minister Spahn.» Schwesig forderte, das Vorhaben «unverzüglich» zurückzunehmen.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Länder für die nächsten Wochen Begrenzungen bei Bestellmengen für den Impfstoff von Biontech/Pfizer angekündigt, damit das Präparat von Moderna bei den Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommt. Andernfalls drohten eingelagerte Moderna-Dosen ab Mitte des ersten Quartals 2022 zu verfallen, was vermieden werden müsse. Praxen sollen demnach vorerst maximal 30 Dosen Biontech pro Woche bestellen können, Impfzentren und mobile Impfteams 1020 Dosen. Für Bestellungen von Moderna soll es keine Höchstgrenzen geben.

Politiker von CSU, FDP, SPD und Grünen hatten das Vorhaben scharf kritisiert. Ein Vorwurf lautete, es würge die Boosterkampagne ab. Die Ärzteschaft warnte zudem vor einem erhöhten Beratungsbedarf bei Patientinnen und Patienten. Befürchtet wird, dass Menschen, die…