Auch wenn die Bayern bei Außenseiter Augsburg verloren haben, sticheln sie – der BVB schlägt dagegen nach dem Arbeitssieg gegen Stuttgart ruhige Töne an. „Es ist nicht die Zeit, um große Kampfansagen zu machen“, erklärte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zwei Wochen vor dem Gipfeltreffen beider Spitzenteams ungewohnt zurückhaltend. Dabei ist Dortmund nach dem Bayern-Patzer am Freitagabend und dem eigenen Erfolg bis auf einen Zähler an die Bayern herangeschlichen.

„Wir sind oben dran, wir wollen oben bleiben“, betonte auch BVB-Trainer Marco Rose, wohl wissend, dass auch seine Mannschaft – weiter ohne Goalgetter Erling Haaland – nicht das Gelbe vom Ei heruntergespielt hatte und erst durch einen späten Treffer von Marco Reus erlöst wurde. Der BVB-Kapitän war auch der Angriffspunkt, den sich die Bayern rausgesucht hatten: „Viele Titel hat er da nicht gewonnen“, ätzte der ehemalige Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag bei Sky über Reus, der sich vor Jahren offenbar gegen einen Wechsel nach München und für den BVB entschieden hatte.

Fünf Bayern-Profis in Quarantäne

Vielleicht wollte Rummenigge damit auch von aktuellen Problemen der Bayern ablenken, die größer sind als nur ein verlorenes kleines Derby gegen Augsburg: Die Corona-Diskussionen um die ungeimpften Spieler reißen nicht ab. Joshua Kimmich ist erneut in Quarantäne, vier weitere Spieler folgten ihm nach der Partie in Augsburg: Serge Gnabry, Jamal Musiala, Eric Maxim Choupo-Moting und Michael Cuisance mussten sich in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Quarantäne begeben und fehlen somit allesamt in der Champions League bei Dynamo Kiew.

Ohne seinen Führungsspieler Joshua Kimmich verliert der FC Bayern beim FC Augsburg

Laut „Bild“ sollen beim FC Bayern nun ungeimpfte Profis, die als Kontaktpersonen in Isolation müssen, für die Ausfallzeit auf Teile des üppigen Millionengehalts verzichten müssen. So oder so – beim FC Bayern herrscht große Unruhe vor den nächsten…