Hunderte Menschen haben im niederländischen Rotterdam gegen eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen protestiert. Im Zentrum der Hafenstadt entwickelten sich schwerste Krawalle. Randalierer legten auf Bürgersteigen und Straßen Feuer, steckten Polizeiautos in Brand und bewarfen Polizisten mit Feuerwerkskörpern und anderen Gegenständen. 

Bilder des Senders NOS und Videos im Kurznachrichtendienst Twitter zeigten lodernde Flammen und Verwüstungen. 

Sieben Verletzte, viele Festnahmen 

Mit einem Großaufgebot versuchte die Polizei nach eigenen Angaben, die Lage zu beruhigen. Einheiten aus dem ganzen Land wurden nach Rotterdam beordert. Später teilten Sicherheitskräfte mit, Beamte hätten Warnschüsse und weitere Schüsse abgegeben. Es gebe mindestens sieben Verletzte. Auch Polizeibeamte seien verletzt worden. Etliche Menschen seien festgenommen worden, hieß es weiter.

Der Vorsitzende der Polizei-Gewerkschaft ACP-ZWB, Maarten Brink, sagte, Proteste seien in Ordnung. Aber eine Stadt zu zerstören, Polizisten anzugreifen und Polizeiautos in Brand zu setzen, sei verwerflich und ein großer Skandal.

Gegen 2G – Hunderte Menschen sind in Rotterdam unterwegs

Die Kundgebung, zu der mehrere Organisationen aufgerufen hatten, richtete sich gegen Pläne der niederländischen Regierung, angesichts der steigenden Corona-Neuinfektionen eine 2G-Regel einzuführen. Zugang zu Veranstaltungen, Cafés und Restaurants würden dann nur noch Geimpfte und Genesene erhalten.

Seit einer Woche gilt schon ein Teil-Lockdown

In den Niederlanden gilt seit dem vergangenen Wochenende bereits wieder ein Teil-Lockdown. Bars, Restaurants und Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte müssen laut den aktuellen Regeln spätestens um 20.00 Uhr MEZ schließen, andere Geschäfte bereits um 18.00 Uhr. Die Bürger dürfen sich nur mit maximal vier weiteren Menschen in ihren Wohnungen treffen. Arbeitnehmer sollen möglichst im Homeoffice arbeiten.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der…