Nach dem politischen Beben, das Österreich Anfang Oktober erschütterte, ist es ruhig geworden um Altkanzler Sebastian Kurz. Dabei laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Eine Rekonstruktion der jüngsten Ereignisse.

Blickt man dieser Tage nach Österreich, dominiert – wie fast überall – das Coronavirus. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass das Land vor einer ganz anderen Krise stand. Am 9. Oktober verkündete der damalige Kanzler Sebastian Kurz seinen Schritt zur Seite. Der jetzige Altkanzler und amtierende Klubobmann der Österreichischen Volkspartei war durch Chatverläufe unter Druck geraten, die tief blicken ließen hinter die geschniegelten Kulissen der Wiener Politik. Ihm und zehn weiteren Beschuldigten wird Bestechung, Bestechlichkeit und Korruption vorgeworfen. 2016/17 soll Kurz, damals noch österreichischer Außenminister, geschönte Umfragen erkauft und damit die Berichterstattung manipuliert haben. Die Geschichte löste als „Inseraten-Affäre“ ein großes Medienecho aus. Zudem soll Kurz während des Wahlkampfes seinen Konkurrenten und Parteikollegen Reinhold Mitterlehner aus dem Weg geräumt haben.

Österreich gerade von Coronavirus gebeutelt, mit eine kurzfristigen Lockdown will die Regierung die Pandemie wieder in den Griff bekommen. Politisch gesehen, steht für derzeit etwas anderes auf dem SPiel, Kanzler Sebastian Kurz war u Zuge der inseraten- und Umfrageaffäre am neunten Oktober zurückgetreten, Gegen ihn und seine Partei stehen mehrere Vorwürfe im Raum, so soll er die Nähe zu Großspendern gepflegt und seine Partei die Wahlkampfkostenobergrenze von sieben Millionen Euro pro Wahlkmapf und Partei doppelt überschritten haben. Daraufhin gab es die ein oder andere Anzeige und für das Wahlkampfbudget blätterte die ÖVP noch ein Bußgeld hin. Im Vergleich dazu wiegt die Inseraten-Affäre um Sebastian Kurz schwer.

Soll geschönte Umfragen erkauft und damit dei…